Szene! Bang You Head!!! 2018
17.06.2018 by Rockslave


Eigentlich ist es schon brutal, wie schnell die Zeit jeweils vergeht! Da freut man sich wie bolle auf das "Sweden Rock Festival", und zack zeugen einmal mehr "nur" die Fotos und guten Erinnerungen davon, dass es wieder ein ganzes Jahr dauern wird, ehe es einen erneut dahin zieht. Das Gute an dieser Situation ist nun aber, dass knapp einen Monat später wieder das längst liebgewonnene und kalendarisch unerlässliche wie unverzichtbare "BYH!!!-Festival zum Besuch ruft! Wer meine Wenigkeit kennt, weiss mittlerweile oder eher längst, dass ich seit 1999 bisher jedes Jahr mit dabei gewesen bin. Mit der anstehenden Ausgabe 2018 feiere ich somit das persönliche 20. Jubiläum (!) in der Schwäbischen Alb, und darauf darf man schon stolz sein, würde ich meinen. Zwei Dekaden, in denen sich einiges ge- und verändert hat wie gleichzeitig vieles immer noch so wie zu Beginn geblieben ist. Dazu gehören in erster Linie all die Freunde aus der Heimat und der ganzen Welt, die man jedes Jahr wieder gerne und teils gar jeweils nur dort treffen kann. Des Weiteren wurde das Outdoor Einbühnen-Konzept erfreulicherweise beibehalten, und das Konzertangebot seit 2009 durch den Messehallenbau nebenan um eine (natürlich kleinere) Indoor-Bühne ergänzt. Stilistische Überschneidungen lassen es seither zu, dass sich Fans unterschiedlicher Mucke die Wahl von bis zu vierzehn zusätzlichen Bands (ohne die Pre-Show am gleichen Ort gerechnet) erhalten. Eine weitere und inzwischen etablierte Neuerung betrifft die Festivaldauer, die seit 2015 drei statt zwei Tage beträgt. Das sorgte zunächst für etwas Kritik, aber letztlich möchte das kein eingefleischter BYH!!!-Fan mehr missen! Mehrarbeit setzte es deswegen für die Festival-Macher ab, da man so das Billing natürlich entsprechend aufstocken muss. Obwohl jetzt seit einigen Jahren unfassbar viele Bands das ganze Jahr hindurch unterwegs sind, wird die alljährliche Auswahl der Bands nicht leichter. Das fängt bei zugkräftigen Headlinern an und geht über in einen guten Band-Mix, worauf möglichst alle Besucher auf ihre Kosten kommen können. Gleichzeitig entstehen auch immer wieder stilistisch bedingte Auszeiten, die sich bestens mit dem vielfältigen Angebot auf dem Festival-Gelände ausfüllen lassen. Das Ganze könnte nun, wenn man ersten Gerüchten im Social Media Umfeld Glauben schenkt, heuer vielleicht sogar das Finale in Balingen sein! Hoffen wir es nicht, denn ein Leben ohne diesen Kult-Event kann ich mir schlichtweg nicht vorstellen.



Wie schon immer, lassen sich unter den Metalheads zum Billing natürlich auch heuer vortrefflich Diskussionen darüber führen, was individuell betrachtet grandios, eher top oder gar flop ist. Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, und was meine Präferenz(en) angeht, so hätte man zum Beispiel getrost auf Accept oder auch Alestorm verzichten können. Letztere stehen mit ihrem Speed Pirate Metal immerhin für bierselige Partymomente, und wem was nicht passt, findet ja genügend Alternativ-Möglichkeiten. Aus Schweizer Sicht stehen 2018, neben CoreLeoni, mit Burning Witches fünf Mädels auf der Bühne, die sich ihren Platz auf dem Billing redlich erspielt wie verdient haben, und man darf gespannt sein, welches Feuerwerk hier gezündet wird! Weitere Highlights sind natürlich Eclipse, Night Demon, Jag Panzer, Abbath oder mitunter auch Crazy Lixx, die ich erst am "Sweden Rock Festival" gesehen und gehört habe. Die Ecke des Thrash wartet derweil mit drei Institutionen auf, die den hungrigen Youngstern von Striker nach wie vor den Weg weisen: Exodus, Overkill und Annihilator. Die Abteilung der 80er wird durch Girlschool, Cloven Hoof, Tygers Of Pan Tang und Loudness vertreten. Auf die japanischen Kult Heavy Metaller freue ich mich ganz besonders, da ich diese noch nicht so oft live habe erleben dürfen. Der Weg in Richtung der Headliner bringt einerseits mal Metal Queen Doro vor Europe am Donnerstag hervor, während Accept am Freitag zur fast gleichen Zeit hallenmässige Konkurrenz von Jeff Waters & Co. erhalten werden. Dass am Samstag schliesslich Powerwolf als Headliner aufmarschieren werden, überrascht dann doch etwas, denn von mir aus gesehen hätten die Pretty Maids diesen Slot weitaus mehr verdient gehabt. Schwer einzuschätzen sind hingegen Visigoth, die überschneidend in der Messehalle aufspielen werden, und so wie es aussieht, werde ich mir in diesem Jahr nur Europe als Headliner auf der Outdoor-Bühne geben. Die Gründe liegen auf der Hand, denn auf Accept habe ich seit «Rise Of Chaos» überhaupt keinen Bock mehr und Powerwolf? Lassen wir das besser und wünschen an dieser Stelle allen Besuchern des BYH!!!-Festivals 2018, zusammen mit ihren persönlichen Lieblingskapellen viele vergnügliche Stunden im Kreise von Freunden und Gleichgesinnten. Dies umso mehr, wenn sich tatsächlich bewahrheiten sollte, dass das Festival künftig woanders abgehalten wird oder, was dann viel schlimmer wäre, nach dem 20. Openair-Jahr nicht mehr weitergeführt wird.


Alle Infos unter www.bang-your-head.de