Der Ölfleck feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Jubiläum und dies bereits mit einem hochkarätigen Ensemble an Konzert-Ankündigungen und Bands. So waren vor zwei Wochen schon China in der ausverkauften Eventbar zu Gast. Im Februar wird noch die Ozzy/Black Sabbath Tribute-Band Ozzy-fied zu Gast sein. An diesem Wochenende waren es die Schweizer Shooting-Stars Voltage Arc und Rock-Out. Wer diese Bands schon live erlebt hat weiss, wovon ich spreche - und wer allenfalls noch nicht, sollte dies tunlichst nachholen.
Voltage Arc
Diese junge Schweizer Band hat einfach mächtig Dampf im Kessel. Am "Riverside" dachte ich mir schon: wow! Völlig unbeeindruckt von der grossen Bühne und der Kulisse haben die Jungs ihren Gig durchgezogen. Nun kam die Zeit, diese Band in Club-Atmosphäre zu erleben. Da stehen vier Wirbelwinde auf der Bühne. Es wird, wie auch auf den grossen Bühnen, kein einziger Zentimeter verschwendet. Diese Band hat das Rad als solches nicht neu erfunden, aber sie zelebriert ihre Leidenschaft vom ersten bis zum letzten Song.
Diese sympathische Truppe hat grossartige Songs in ihrem Gepäck. Ganz klar an den 80ern orientiert und manchmal mit einem modernen Touch versehen - so können auf einmal Twisted Sister mit ein wenig Nu Metal kollidieren. Es ist einfach Entertainment pur, und es brauchte auch nicht lange, um das Ölfleck-Publikum aufzuwärmen und zum Mitsingen zu bewegen. Und diese Band hat tatsächlich schon ein paar Hits im Gepäck wie «Rockin' Man» oder «Never Forget To Drink». Und wenn Toni Hörner dann das Schweizer Handörgeli spielt, um in den nächsten Song überzuleiten, dann gibt es kein Halten mehr.
Setliste: «The Underground» - «Apple Dream» - «Waiting To Get Wild» - «Hard Rock Hotspot» - «For Rock And Roll» - «Rockin' Man» - «Sin City» - «Never Forget To Drink»
Rock-Out
Und so kam es dann auch, dass Florian Badertscher (Sänger/Gitarrist) relativ Zeitnah zum Beginn ihres Sets auf die Notausgänge aufmerksam machte. Was die Emmentaler an diesem Abend boten, war effektiv obere Klasse. Der Mix aus Krokus und Bruce Springsteen oder AC/DC verfing beim Publikum.
Ich hatte Rock Out auch schon am "Brienzersee Rockfestival" und am "Riverside" gesehen, fotografiert und war von Auftritt zu Auftritt jedes Mal mehr begeistert. Nun, in einem Club, das war definitiv ihre Spielwiese, und die Songs besitzen wirklich Klasse. Wenn man dann auch noch ein dermassen geiles Album (VÖ 11.04.2025) wie "Let's Call It Rock'n'Roll“ am Start hat, verwundert es nur wenig, dass gleich neun der insgesamt zehn Titel für exzellente Stimmung gesorgt haben.
Es fetzt ohne Ende, dafür ist die Rhythmus-Sektion David Bärtschi (Drums) und Luca Gfeller (Bass) verantwortlich. Flo (Gesang/Gitarre) und Severin Held (Gitarre) machen das, was dem Rock-Out-Team das gewisse Etwas verleiht. Da steckt auch aufgrund von Jahren der Erfahrung unglaublich viel Potenzial drin. Gotthard und Krokus, ihr müsst euch warm anziehen, denn hier ist definitiv Nachwuchs am Start, der euch mit der Zeit ernsthaft Konkurrenz machen wird.
Setliste: «The Boys Are Back» - «American Way» - «Rollin' Thunder» - «High Class Women» - «Hit Me» - «Don't Call Me Honey» - «Bloodmengang» - «Tears In The Rain» - «Stand Together» - «Let's Call It Rock'n'Roll» - «I Wanna Live» - «Deadriders» - «Pump It Up» - «7 Minutes» -- «HCRNRSM» - «Dynamite»