Es fühlt sich für mich zwar etwas komisch an, eine Weiterführung ohne Original-Members an Bord zu haben, aber das soll hier jetzt ebenso wenig zu Ende diskutiert werden, wie die Tatsache, dass ich weder mit Carnivore noch Type O Negative je wirklich warm wurde. Nach dem Prolog fetzt der Opener «Transmutation» mit einer Menge Wucht, Aggression und Geschwindigkeit durch meine Ohren, bevor ab der Hälfte das Tempo zugunsten groovenden Passagen gedrosselt wird. Einen völligen Stilwechsel bietet man mit dem düsteren, schweren «I Stand Alone», der eher an Type O Negative erinnert.
«Social Decomposition» geht wieder mehr in die Richtung Thrash, allerdings phasenweise mit schweren Sludge-Riffs versehen. «Mine Is The Hand» ist der modernste Song, sperrig und mit diversen Tempo- und Stilwechseln bestückt. So richtig erschliesst sich mir hier der Sinn dieser Veröffentlichung nicht. Es fehlt ein roter Faden, und auch wenn man Pete Steele hier Tribut zollen will, kann ich mir nicht vorstellen, wer das kaufen soll. Carnivore Anfänger werden (zurecht) monieren, dass hier mit «Transmutation» eine neue Band am Start ist und Type O Negative Fans dürften wohl lieber zu den Originalen greifen.
Rönu