Dies war für die 2010 gegründete schottische Brutal-Party-Slam-Band Grund genug, der Menschheit einen Vorgeschmack auf den neuen Tiefpunkt zu geben, auf den sie gesunken ist, anstatt die Fans wieder einmal sieben Jahre auf ein neues Album warten zu lassen. Party Cannon erregen schnell Aufmerksamkeit, indem sie kompromisslose Brutalität mit einer respektlosen, energiegeladenen Ästhetik verbinden. Was als regelfreie Interpretation des Extreme Metals begann, entwickelte sich zu einer der bekanntesten und unterhaltsamsten Acts des Genres.
Mit ihrer kommenden EP, «Subjected To A Partying», sind Chris Ryan (b), Craig Robinson (g), Martin Gazur (d), Mike McLaughlin (g), Daryl Boyce (v) und Vominic Stonebones (Performance) gewappnet, ihr bisher ausgefeiltestes und aggressivstes Material zu präsentieren. Die EP beinhaltet fünf vernichtende Tracks, gepaart mit ihrem typischen Sinn für Humor. Beim Schreiben dieser Songs ist die Truppe etwas anders zu Werke gegangen als normalerweise. Sie hat ihren extremen Sound auf vier Hauptkomponenten reduziert: Slam, Goregrind, Brutal Death Metal der frühen 2000er und NYDM.
Es gibt sogar einen Song, der sich auf jeden dieser Stile konzentriert, dabei aber den typischen Party-Slam-Sound beibehält. Schwierig, dies rauszuhören, aber Party Cannon schaffen, was andere Bands ihres Kalibers nicht bringen. Als pikante Zugabe wurden ebenfalls partywillige Freunde eingeladen, um bei diesem Blödsinn mitzumachen. Somit enthält die EP «Subjected To A Partying» Remixe von Kmac2021, Frontierer und Ritual Studio. Trotz dem Wort Party, spielen Party Cannon deftigen Brutal Slam, der nicht allen Geniessern der absurden Klänge gefallen dürfte. Wer akustisch keine Grenzen scheut, darf sich diese Platte gerne zu Gemüte führen.
Oliver H.
https://music.youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_nF75l1e9n2xmYhOHqa6M2w7IfJfUw6SHM&si=Xy3WO93D34mFz8RQ