Die Musik um Gitarristin/Sängerin Chloe Spence ist Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Schon der erste Track «Parasite» wechselt von ruhigen, poppigen Passagen in spannende Progressive-Parts und wird von der eher zarten Stimme von Chloe spannend veredelt. Man versucht immer wieder, spielerisch verschiedene musikalische Richtungen miteinander zu verflechten. Da treffen die eben poppigen Elemente auf jazzige Parts und viele auch ruhigere Progressive-Momente.
Gut zu hören beim eher ruhigen «The Weaver». Dem entgegen steht das zarte «Good For You», fast meditativ klingt die Musik aus den Boxen. Heftiger kommt das kurze, rockige «Splatter» daher, das sogar einen leichten Punk-Einschlag aufweist und etwas an die frühen Blondie erinnert. Die drei Briten legen hier mit «Flare» ein etwas anderes, nicht alltägliches Progressive Rock-Album vor, das entdeckt werden muss, mit vielen Facetten glänzt und auf jeden Fall hörenswert ist.
Crazy Beat