Man spürt die Leidenschaft bei jedem Ton und fühlt sich sofort, als sässe man mit einem Horn voll Met an einem Lagerfeuer oder wird an epische Schlachten erinnert, also genau das, was Pagan Metal ja transportieren sollte. Stilistisch bleiben Wolfchant natürlich ihrer Linie treu und liefern epische Melodie-Bögen mit starken Chören sowie einer grandiosen Mischung aus Klargesang wie Growls. Natürlich könnte man argumentieren, dass die Deutschen auf «Echoes Of A Time Once Past» nicht mehr die rohe Urkraft des Pagan besitzen, sondern mehr auf Atmosphäre, Dichtheit und Spannungsaufbau achten.
Aber genau das macht den Reiz des mittlerweile neunten Studio-Albums aus. Das beginnt schon beim cineastischen Intro «Arcades Of Time», geht über die Uptempo-Nummer «Under A Twilight Star», dem fast schon Shanty-mässigen «Dem Sturme Voraus» bis hin zum symphonisch-folk untermalten «Shadows Of Doom». Wolfchant liefern somit ihr bis dato stimmigstes Album ab und sicher eines der stärksten ihrer Diskographie. Die Produktion, das Artwork und die Songs, hier stimmt verdammt vieles und ich hoffe dass Wolfchant dafür auch die Anerkennung bekommen, die sie eigentlich schon länger verdienen.
Rönu