Nach der wuchtigen ersten Auskopplung «Culling The Herd» (die Metal Factory allerdings nie erreicht hat) führt der neue Song thematisch noch tiefer in die bedrückende, dystopische Welt, die das Konzept von Icon prägt. Als längster und komplexester Track des Albums zeigt «Anthem Of Vermin» die gesamte stilistische Bandbreite der Band – von kompromissloser Death Metal Aggression über grindige Intensität bis hin zu atmosphärischen Black Metal Elementen.
Inhaltlich bildet «Anthem Of Vermin» einen zentralen Abschnitt innerhalb der erzählerischen Struktur von Icon. Der Song thematisiert gesichtslose Massen, denen Identität, Bildung und freier Wille entzogen wurden – reduziert auf austauschbare Werkzeuge eines autoritären Regimes. In den Augen des titelgebenden «Icon» bleiben sie ersetzbar und letztlich bedeutungslos, einzig dazu bestimmt, das System bis zum letzten Atemzug zu erhalten.
Gitarrist Marco Kessi erklärt: "Anthem Of Vermin» ist der Track, der wirklich alles repräsentiert, wofür Defaced heute stehen. Er ist brutal, atmosphärisch, dynamisch und kompromisslos. Wenn man «Icon» in einem einzigen Song verstehen will, dann ist es dieser!"
«Anthem Of Vermin» hier reinziehen:
Nach einer langen Phase intensiven Songwritings und zwei vollständigen Pre-Production-Runden betrachten Defaced das neue Album als ihr bislang sorgfältigstes und ambitioniertestes Werk. Die Band feilte konsequent an jedem Detail, verwarf Material und schrieb neu, bis jede Komposition ihrer kreativen Vision entsprach. Produziert, gemischt und gemastert wurde Icon von Simon Egli und Romano Galli im Hardbeat Studio Eggiwil. Das Ergebnis verbindet rohe Energie mit klarer Produktion und einem erneuerten künstlerischen Fokus.
«Icon» markiert zudem das erste Studioalbum mit Sänger Thomas Gertsch, Gitarrist Matze Schiemann und Bassist Michael Gertsch, deren Einflüsse den erweiterten Klangkosmos des Albums prägen. Trotz der starken Verankerung im Death Metal öffnet sich das Werk auch grindcoretypischer Härte, atmosphärischen Black-Metal-Elementen sowie einer deutlichen Vorliebe für Harmonien und Ambient-Passagen – ohne die charakteristische Identität der Band zu verlieren.
Inhaltlich setzt sich das Album mit Autoritarismus, Überwachung und psychologischer Manipulation auseinander – erzählt aus der Perspektive des Unterdrückers. Das visuelle Konzept stammt vom renommierten Künstler Pär Olofsson, dessen Artwork die dystopischen Themen des Albums treffend einfängt.
Live-Termin:
13.02.2026 – Kulturhalle Sägegasse, Burgdorf (BE)
Release-Show mit Hour Of Penance, Thy Gnosis, Shallow Descent