Nach ihren Ausflügen in andere musikalische Gefilde beweist Diva eindrucksvoll, warum sie zu den absolut besten Extrem-Vokalistinnen der Gegenwart gehört. Ihre Growls besitzen eine fast schon beängstigende Kraft und man erkennt wie immer sofort, wer da singt. Bloodhunter schaffen es ausserdem, die rasiermesserscharfe Härte des klassischen Death Metal mit den packenden, fast schon neoklassisch angehauchten Melodiebögen des schwedischen Melodeath (Göteborg-Schule) zu verbinden.
Das Tempo ist stellenweise absolut unbarmherzig, angetrieben von einer Rhythmus-Fraktion, die wie ein Schweizer Uhrwerk agiert. Doch anstatt in stumpfes Geballer abzuwandern, setzt das Quintett gezielt auf Dynamik. Düstere, atmosphärische Passagen wechseln sich mit epischen Solo-Duellen ab, und so wirkt das Album äusserst abwechslungsreich. Sucht man nach einem Haar in der Suppe, wird man höchstens dabei fündig, dass nicht alle Songs das Niveau von Knallern wie «The Devils Own» oder «Ephemeral Youth» halten können.
Trotzdem ist auch der vierte Dreher der Spanier wirklich gut gelungen. P.S.: Burning Witches Frontröhre Laura Guldemond hat bei «The Path Never Ends» einen gelungenen Gastauftritt und die Band beweist mit dem Annihilator Cover «Human Insecticide» einen exzellenten Geschmack.
Rönu