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Nein, aus Griechenland kommt nicht nur Epic und Black Metal, wie NIGHT SPECTRE beweisen. 2024 gegründet um puren Old School Metal mit wahrer Leidenschaft zu spielen, kommt nun das Debütalbum in die Läden, welches ganz in der Tradition von Bands wie Priest, Saxon oder US Truppen wie Riot oder Jag Panzer eingespielt wurde.
Ich höre ja oft, dass all diese Truppen nie die Klasse der grossen Vorbilder erreichen werden. Klar, die grossen Klassiker sind längst geschrieben, selbst eine Band wie Maiden hinkt doch hinter Alben wie «Powerslave» oder «The Number Of The Beast» hinterher. Was aber die Griechen mit dem Opener «Death Contract» abliefern ist allen Rufen zum Trotz grosse Klasse. Die furiosen Leads, donnernde Drums und die angenehme Stimmlage von Sänger Tasos Molyviatis sorgen bei mir für wohlwollendes Fäuste recken.
Das Album klingt zwar nach alter Schule, klingt aber trotzdem frisch und mit darf sich einer zeitgemässen Produktion erfreuen. Auch die Bandhymne «Night Spectre» sollte man gehört haben, so klingt Heavy Metal mit griechischem Charme.
Was der Band noch etwas abgeht sind die eingängigen Refrains und die ganz grossen Momente. So gesehen, kriegen die nostalgischen Nörgler natürlich ihre Kritikpunkte und tatsächlich schaffen es die Griechen noch nicht auf eine Stufe wie Enforcer, Ambush, Night Demon oder Tailgunner. Trotzdem ist das ne Scheibe die wirklich Spass macht und eine der besseren Veröffentlichungen von Dying Victims dieses Jahr.
Rönu