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Was für ein Brett! Ich nehm es gleich vorweg: Fans von Nevermore oder Iced Earth dürften hiermit ihre wahre Freude haben. Heavy Metal vom Feinsten.
Sie sind wieder da! Drei Jahre nach dem genialen Vorgänger «Besatt» haben TYRANN wieder das Studio geentert um das dritte Album der Bandgeschichte einzuspielen. Herausgekommen ist ein Werk, welches Heavy Metal Fans der alten Schule wieder begeistern wird, vorausgesetzt sie können mit Bands wie Century, Heavy Load oder Helvetets Port etwas anfangen.
Am 08. Mai 2026 brachten die australischen Progressive-Metaller TERAMAZE ihr neues Studio-Abum «The Silent Architect» auf den Markt. Man legt gleich mit dem 10-minütigen Titeltrack los. Eine durchdachte, wechselhafte Nummer, die zwischen progressiven und fast poppigen Klängen hin und her wechselt. Ein wahrlich grosser Einstieg in das neue Werk der Musiker um den charismatischen Sänger Nathan Peachy.
JAYLER kommen mit «Voices Unheard» und tragen dabei die Last, die jede junge Classic Rock Band mit sich bringt: die unvermeidlichen Vergleiche mit Led Zeppelin. Die Reaktionen der Presse haben das bereits deutlich gemacht – eine Rezension schlug sogar vor, Zep-Fans könnten dieses Album blind kaufen. Und ja, die DNA lässt sich unmöglich ignorieren. Aber diese jungen Briten auf blosse Nachahmer zu reduzieren, geht völlig am Kern der Sache vorbei.
Es gibt nur ganz wenige Bands, deren Alben mich dazu "zwingen", ihnen regelmässig über neun Punkte zu vergeben. Zu diesem erlauchten Kreis gehören die christlichen Heavy Metaller NARNIA. Und auch 2026 nötigen sie mich mit ihrem neustem musikalischen Gebet zu diesem Schritt.
BLOODY VALKYRIA eröffnen ihr neues Album «Requiem: Reveries Of The Dying» mit «Symphony Of Silence» - und für einen kurzen Moment könnte man meinen, versehentlich den Soundtrack einer Wal-Dokumentation oder eine Yoga-Meditations-Playlist gestartet zu haben, die dem Wal Timmy/Fridolin gewidmet ist.
Seit dem letzten Album « Under A Godless Veil» sind nicht nur sechs Jahre vergangen, sondern es hat sich auch in Sachen Besetzung viel getan. Niklas Nord an der Gitarre und Daniel Johansson an den Drums sind neu dazugestossen und mit Sängerin Lisa Johansson ist auch eine Rückkehrerin zu vermelden. Das achte Album zeigt trotzdem eine gefestigte Band, welche genau weiss, wie sie zu klingen hat. Wer glaubte, die neuerlichen Besetzungswechsel würden das Fundament von DRACONIAN ins Wanken bringen, wird mit «In Somnolent Ruin» eines Besseren belehrt.
Wie hat Rönu doch so treffend in seiner Victorius Review vor einem Monat erwähnt? Dass ich mich nicht gerade über die Aussage des Sängers gefreut habe, der meinte: "Wir sind Victorius und wir spielen Power Metal". Dass mir nur meine Gesichtszüge entglitten sind, kommt einem Kosenamen gleich, denn ich stand kurz davor die Truppe von der Bühne zu holen und, für die frevlerische Aussage, Abbath zum Frass vorzuwerfen. Nein, es war Gotteslästerung in Reinkultur, denn was bitte schön haben Victorius mit Power Metal zu tun? Wahrscheinlich so viel wie Journey mit Death Metal, nämlich rein gar nichts!
Die finnischen Melodic Death Metaller TORCHIA haben bereits 2024 mit ihrem Power-Album «Arcane Magicae» fulminant auf die Pauke gehauen. Ihr aggressiver, von Thrash geprägter Ausbruch melodischen Death Metals, besticht durch extreme Glaubwürdigkeit.
Na, wenn das nicht nach Battle schreit! Auf ihrem Debüt-Album «As The Flame Withers» aus dem Jahr 2021 und dem Nachfolger «Blazing Inferno» (2024) war der Sound von YOTH IRIA klar definiert: griechischer Black Metal, angereichert mit einer Mischung aus Metal der 70er- und 80er-Jahre sowie nahöstlichen Stimmungen.