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Das italienische Trio ZU hat sich noch nie für Zurückhaltung interessiert und auch «Ferrum Sidereum» bestätigt dies. Ihr kreativer Antrieb ist nach wie vor von Risikobereitschaft, Geduld und der Weigerung geprägt, sich an die aktuellen Regeln der Branche zu halten. Das über House of Mythology veröffentlichte, weitläufige Instrumental-Doppelalbum erstreckt sich über mehr als achtzig Minuten und verlangt nach einer intensiven Auseinandersetzung statt nach beiläufigem Konsum.
Wenn man sich mit der musikalischen Entwicklung von KREATOR auseinandersetzt, dann stellt man fest, dass von der einstigen Rumpel-Combo nicht mehr viel übriggeblieben ist. Schon mit dem dritten Album «Terrible Certainty» (1987) vermischte Bandleader Mille harte Klänge mit melodischeren Parts und richtete immer einen Gitarren-Leckerbissen her, der seinen Ursprung in der "New Wave Of British Heavy Metal" hatte.
Das Album hat definitiv etwas, was mich einfängt. Die Musik von SOULBOUND besitzt Tiefgang. Der Wechsel zwischen Härte und ruhigen Momenten, die Dynamik, welche in jedem Song aufgebaut wirkt, ist richtig gut. Das Material hat weit mehr als nur Industrial Metal zu bieten.
BEYOND THE BLACK bleiben sehr stark! War ich bereits von ihrem selbst betitelten Vorgänger begeistert, wiederholt sich das jetzt wieder. Und auch ich tue dies hiermit: Hier ist das Songwriting schlicht massiv – und das obwohl mich BandS mit symphonischen Frauen-Stimmen sonst eher langweilen.
Mit «Come Shadow Of My End» kehren MOONGATES GUARDIAN zu ihrem ursprünglichen Sound zurück. Das Album wirkt in seiner Ausrichtung vertraut, unterscheidet sich jedoch in der Umsetzung.
Funeral Doom trifft auf Dark Folk, vereint durch Geduld und Zielstrebigkeit. Auf dem Papier sind BELL WITCH & AERIAL RUIN ungewöhnliche Partner, doch im Geiste sind sie unvermeidlich.
Dieser arktische Kälteeinbruch, der uns derzeit (Januar 5, 2026) fest im Griff hat, fühlt sich an wie ein greifbarer Ausdruck der Musik auf «Zerfall»: eine arktische Polarfaust, die alles offenlegt, verstummen lässt und gerade dadurch die schaurig-schöne Klarheit der Melancholie erst ermöglicht.
Mit «Precipice» kehren LYCHGATE nach längerer Pause zurück und machen sofort klar, dass dieses Album nicht für den beiläufigen Konsum gedacht ist. Die britische Band verfeinert ihre einzigartige Vision von avantgardistischem Black-/Death Metal weiter und drängt ihn in beunruhigendes, intellektuelles und emotional bedrückendes Terrain. Anstatt um der Extremität willen extrem zu sein, wirkt Precipice wie ein sorgfältig konstruierter Abstieg, bei dem jede musikalische Entscheidung dem grösseren konzeptionellen und atmosphärischen Ganzen dient.
Mit «Ethereal Horizons» beweisen BLUT AUS NORD, eine Band die ich ausserordentlich mag, einmal mehr, warum sie nach wie vor eine der wichtigsten und unberechenbarsten Kräfte im Avantgarde Black Metal sind.
Mit «Crypts Of Eternity» liefert das französische Black Metal Projekt FÄUST ein bemerkenswert gutes zweites Album ab, das in Bezug auf Songwriting und Sound einen deutlichen Schritt nach vorne macht. Das Ganze ist zwar fest im melodischen Black Metal verwurzelt, vermeidet jedoch viele der abgedroschenen Klischees des Genres. Stattdessen konzentriert es sich auf Fluss, Klarheit und Atmosphäre.