Die deutsche Band, die ihre Wurzeln in der Combo Dislike Silence verortet, präsentiert sich auf dem neuen Studio-Album selbstbewusster, kraftvoller und vor allem ambitionierter als zuvor. Mit ihrer charakteristisch rauen Stimme und einem breiten Stimmumfang wechselt die Sängerin mühelos zwischen zerbrechlicher Emotion und purer Kraft. Jenny ist zweifellos das schlagende Herz von Fireborn, wird aber von ihren Bandkollegen Dennis Weber (g), Rick Götze (g) Christian Lehr (b) und Raphael Singh (d) professionell getragen. Musikalisch setzt «Dreamcatcher» gekonnt den Spagat zwischen modernem Hard Rock und der Seele des Classic Rock.
«Dancing With The Villain» und «Set The World On Fire» sind perfekte, energiegeladene Opener, die durchwegs anzeigen, wohin die Reise während der nächsten 43 Minuten geht. «Point Of No Return», ein Song der bereits als Single veröffentlicht wurde, ist ein kraftvolles Statement das unterstreicht, wo die Band momentan in der Szene steht. Fireborn können aber nicht bloss kloppen, denn mit «Little Wanderer» und «Flashlight» schalten sie einen Gang zurück und zeigen eine eher introspektive Seite. «Likes For A Life» und «Crisis Of Youth» schlagen tempomässig in dieselbe Kerbe wie ihre Vorgänger, gehen inhaltlich aber auf aktuelle Themen und persönliche Kämpfe ein.
Der Titelsong ist emotional und unterstreicht die Themen Träume, Hoffnung und Durchhaltevermögen. «Out Of The Edges» und «Human» runden das elf Songs starke Album kraftvoll ab, das in der Produktions-Phase erneut in den erfahrenen Händen von V.O. Pulver (Pro-Pain, Burning Witches, Nervosa) und Schmier (Destruction) lag. «Dreamcatcher» ist ein Werk, das live noch mehr zünden könnte als auf Platte und Fireborn als Band mit internationalen Ambitionen klar positioniert. Fans von melodischem Hard Rock mit klassischen Rock-Anleihen sei diese Platte wärmstens empfohlen.
Oliver H.
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