«Endless Beginnings» ist ein Konzept-Album über eine dystopische Welt, die von einer Elite-Gesellschaft namens "Dawn Mowers" beherrscht wird. Eine Glocke erklingt, und ich fühle mich fast ein wenig an «For Whom The Bell Tolls» erinnert, aber als die ersten Riffs unbarmherzig einsetzen, ist klar, dass die Kanadier eine rauere Schiene fahren. Trotzdem sind die Songs trotz ihrer Speed-Affinität nicht einfach langweiliges Dauer-Geprügel, sondern glänzen durch kluges Songwriting. Highlights dieser Scheibe sind «Flying Fortress» (Megadeth lassen grüssen!), das siebenminütige «Phantom Hope» und das gitarrentechnisch furiose «Feeding The Wildfire».
Einzig das zu chaotisch gewordene «Dusk Dwellers» trifft meinen Geschmack nicht. Die Band wird, zusammen mit den Suicidal Angels, auf Tour gehen und dabei auch einen Halt in der Musigburg in Aarburg (17.04.2026) machen. Ich bin mächtig gespannt, wie das Trio live klingen wird. Das Rad wird hier natürlich nicht neu erfunden, und der ganz grosse Kracher-Song fehlt halt leider auch. Übrig bleibt mit «Endless Beginnings…» aber ein liebevoll interpretiertes Thrash-Album, welches trotzdem Beachtung verdient.
Rönu