Die Songs sind fast durchwegs im Eilzugs-Tempo unterwegs und werden nur für kurze Sequenzen gebremst. Der fiese Keifgesang von Nico Ziska sorgt für eine düstere Atmosphäre, dürfte aber auch Geschmackssache sein und nicht jeden Hörnerv treffen. Die Produktion vermag ebenso zu überzeugen, wie Nackenbrecher vom Stil «Pigs Will Be Pigs», «Concrete Hell» oder «Tin God». Auffallend ist dabei die hervorragende Gitarren-Arbeit von Dominik Bertelt und Rocco Lepore, die sich phasenweise in einer Weise duellieren, dass man nur den Hut ziehen kann. Auch Drummer Bast Spahn überzeugt auf ganzer Linie, weshalb ich Zerre insgesamt ein gutes Zeugnis ausstellen kann. Natürlich sollte man Crossover Thrash auch etwas abgewinnen können, denn dieses Genre bedienen die Deutschen auf «Rotting In A Golden Throne» mit viel Enthusiasmus und spielerischer Rafinesse.
Rönu