Was die Truppe um Sänger Benno Hankers macht, klingt nicht schlecht, pendelt aber irgendwie zwischen Mötley Crüe und den jüngeren Ergüssen von Bon Jovi hin und her. Nestor Fans werden hier sicher aufheulen, sofort in den nächsten Plattenladen rennen und sich «Call Me What You Want» krallen. Denn mit dem Riff-Rocker «No More Changes» und dem schmissigen Jovi-Abklatsch «Don't Call Me Hero» sowie dem an Gamma Ray erinnernden (Gamma Ray Bassist Dirk Schlächter hat das Album produziert) «Law Of The Vulture» kann durchaus gepunktet werden.
Hingegen steht den Jungs ein verzichtbarer Track wie «Laser Train» mehr im Weg, als dass er ihnen dadurch zusätzlich etwas öffnet. Gelungen ist allerdings die mit Streichern untermalte Ballade «Travelers In Time», während man bei «Fiddler On The Roof» versucht, mit keltischen Elementen zu punkten. Die Country und Die Ärzte Hommage «Über Alman» bringt zum Schluss die Lacher auf seine Seite. «Call Me What You Want» ist ein Album das man sich durchaus anhören kann, aber ein Meilenstein ist es definitiv nicht.
Tinu