Das lag auch an Sänger Ronnie Romero, ursprünglich Bassist Rex Brown (Pantera) und Schlagzeuger Scott Travis (Judas Priest). Die Rhythmussektion wurde für die Tour bereits ausgewechselt und so standen Dave Rimmer (Uriah Heep) und Christopher Williams (Accept) auf der Bühne.
Es galt nun dieses Urgestein an Metalgewalt zu überbieten. Was macht der Judas Priest Gitarrist? Genau, Richie geht einen rockigeren Weg und überzeugt mit einer unglaublichen Spielwiese, die man gehört haben muss. «Bridges Burn» ist eines dieser rockenden Monsters, während das Black Sabbath artige «Holy Roller» ganz tief in die Siebziger eintaucht. Dagegen steht «The Devil Calls», das schon fast ein wütender, moderner Kampfroboter ist (siehe Cover), der sich durch nichts aufhalten lässt.
So entpuppt sich ein Album, das meine Erwartungen völlig auf den Kopf stellt, dabei aber eine verdammt gute Figur abgibt und Lust auf nochmaliges Hören macht. Spielerisch auf einem verdammt hohen Level, man höre sich nur das Solo von «Keeper Of The Keys» an, werden sich Elegant Weapons sicherlich mit ihrem Debüt messen lassen müssen, punkten aber mit neuen Nuancen auf der ganzen Ebene.
Tinu