Mit zehn Songs treibt die Truppe ihre Vision auf die Spitze und verwirklicht sie in ihrer extremsten Form. Musikalisch liefert das Album einen unerbittlichen Angriff aus Old-School Brutal Death Metal, der rasendes Tempo, vernichtende Grooves und kompromisslose Intensität mit der rohen, viszeralen Energie verbindet, die das Genre in seiner Blütezeit der frühen 90er Jahre prägte. Gleichzeitig schärft die Band ihren Songwriting-Ansatz und schafft eine Platte, die sowohl wild als auch kohärent ist und Chaos und Präzision mit verheerender Wirkung in Einklang bringt.
Angetrieben wird Embryonic Autopsy vom kreativen Kern aus Sänger Tim King (SOiL, Oppressor) und Gitarrist Scott Roberts (Ex-Otep), der erneut seine Faszination für ausserirdische Mythologie in ein groteskes und filmisches Klangerlebnis kanalisiert. Textlich tauchen die Tracks tiefer in Themen wie Mutation, Hybridisierung und biologischen Horror ein und zeichnen eine verstörende, doch fesselnde Vision einer Welt, die von ihrer eigenen verdorbenen Evolution überrollt wird. So futuristisch klingt dies gar nicht mehr.
Zudem bietet die Platte eine Reihe hochkarätiger Gastauftritte, die ihre Verbindung zum Erbe des Death Metal unterstreichen. Der legendäre Gitarrist James Murphy (Death, Obituary) kehrt mit mehreren Lead-Gitarrenparts zurück, zusammen mit Terrance Hobbs von Suffocation, was einem ohnehin schon vernichtenden Album noch mehr Gewicht und Authentizität verleiht. Produziert und gemischt wurde «Rise Of The Mutated» von Scott Roberts, gemastert von Ulrich Wild (Pantera, Dethklok) in den Wilderness Studios.
Embryonic Autopsy bieten eine kraftvolle und organische Produktion, die sowohl die Brutalität als auch die Klarheit einfängt, die für den Sound der Band unerlässlich sind. «Rise Of The Mutated» ist ein Album, das sich gleichermassen in der Tradition verwurzelt sieht und von einer modernen, kompromisslosen Schärfe angetrieben wird.
Oliver H.