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Der Metal schreibt bekanntlich viele Geschichten. Einige sind wie aus dem Bilderbuch, andere wiederum gleichen eher einem Kriegs-Almanach. Definitiv zur zweiten Kategorie gehört die britische Thrash Metal Kapelle ACID REIGN.
Im Jahre 1985 wurde sie in Harrogate gegründet und bereits 1991 folgte die Trennung. Erst 2015 verkündete das einzig übriggebliebene Gründungs-Mitglied Howard „H“ Smith, die Band, mit neuer Mannschaft, wieder aufleben zu lassen. Gesagt getan, und mit «The Age Of Entitlement» folgte 2019 die hochgelobte Comeback-Platte. Zwischenzeitlich waren von der neuen Besetzung wieder bloss Howard Smith und Bassist Pete Dee übrig, und aktuell gehen Acid Reign 3.0 an den Start. Mit im Boot sitzen Lead-Gitarrist Matt Smith, Johnny Grimley, ehemaliger Tourpartner und Schlagzeuger sowie Rhythmus-Gitarrist Darren McGillivray, der die Band schon oft mit seiner eigenen Kombo Wrath Of Man unterstützt hat.
Gemeinsam veröffentlicht der Fünfer seinen vierten Longplayer «Daze Of The Week». Für die feurig klingenden zehn Tracks wurde der langjährige Produzent und Mitstreiter Jayce Lewis engagiert, um sicherzustellen, dass die Band das bekommt, was sie will, und um, wie er selbst sagt: "Die Chance zu haben, mit einer Band zu arbeiten, die wie neu geboren klingt". Bereits die ersten Töne zeigen, dass sich Acid Reign für einen erwachseneren Ansatz entschieden haben, ohne dabei ihre Verspieltheit in der musikalischen Herangehensweise zu vergessen.
Genau dies macht «Daze Of The Week» zu einem spassigen Album, und auch Frontmann "H" singt, schreit und brüllt in der richtigen Reihenfolge und zum passenden Zeitpunkt, wodurch die Intensität der zehn Songs gesteigert wird. Die Tracks sind eher geradlinig und einfach, was sie aber wirkungsvoll und «Daze Of The Week» zu einem ziemlich guten Album machen. Bestimmt handelt es sich hierbei nicht um die beste Thrash-Platte aller Zeiten, jedoch um eine äusserst unterhaltsame. Hoffentlich sind Acid Reign nun wirklich gekommen, um zu bleiben.
Oliver H.