Heir Corpse One wurde 2020 von Tausendsassa Rogga Johansson (Paganizer, Massacre uvm.) und Peter Svensson (Cales, Assassin’s Blade) mit dem Ziel gegründet, klassischen schwedischen Death Metal zu kreieren, der fest im ikonischen Sunlight Studio-Sound verwurzelt ist. Die Besetzung wird durch Leadgitarrist Kjetil Lynghaug (Vredesblod, Paganizer) und Schlagzeuger Marcus Rosenkvist (Assassin’s Blade, Anchorite) vervollständigt. «Destination: Domination» ist, wie sein Vorgänger, ein vollwertiges Konzeptalbum mit zehn Tracks, das insbesondere die Handlung des Vorgängers fortsetzt. Das Album beginnt mit dem Titelsong, ein unheilvolles und stampfendes Riff, überlagert von kreischenden Lead-Gitarren.
Dazu liefert Roggas tiefes, unheimliches Growling den Gesang mit beunruhigender Klarheit. «Undeath From Above» folgt auf dem Fuss und bricht mit einer Flut von bedrohlichen Riffs hervor. Das nächste Stück sorgt mit seinen Höhen und Tiefen für ein anhaltendes Gefühl der Unruhe, während die markanten Stomp-Beats und erschütternden Schreie eine bedrohliche Atmosphäre aufbauen. «Shelter In The Darkness» beginnt erstmal langsamer und düsterer, bevor er sich zum vertrauten Drive aufbaut und sich in Schüben durchsetzt. Der wahnwitzigste Track der Platte ist zweifellos «Well Of Blood», das einen dunklen, verschwommenen, sich wiederholenden Groove liefert.
Von Anfang bis Ende strahlt er eine finstere Absicht aus und zieht einen hilflos in seinen Bann. «Thresher» beschleunigt erst auf ein rasantes Niveau, verlangsamt dann und entwickelt einen bedrohlichen, druckvollen und erschreckenden Rhythmus. Die Musik auf «Destination: Domination» vermittelt ein echtes Gefühl der Angst ums Überleben. Dieses wird durch die Vocals noch eindrücklich verstärkt. Fans von Rogga werden die Platte lieben, ebenso wie alle, die HM2-Sounds verehren. Die Werke dieses Mannes zeichnen sich durch eine beruhigende Beständigkeit aus, sodass man sich mit Zuversicht an alles heranwagen kann, was er veröffentlicht.
Oliver H.