Seit einigen paar Jahren, genauer geschrieben seit 2001 und dem "Comeback" Album «Violent Revolution», kleckerte der singende Gitarrist zusammen mit seinem Uralt-Kumpel Ventor (Drums) plus Sami Yil-Sirnö (Gitarre), vermischte alte Traditionen mit feinen, neuzeitlichen Parts und dem typischen Kreator-Sound, wie er seine Entstehung bereits bei «Coma Of Souls» sowie «Extreme Aggression» hatte. Mit dem sechzehnten Studio-Album werden Mille und seine Truppe (seit 2019 mit Frédéric Leclercq am Bass) keinen Fan enttäuschen und marschieren auf dem eigeschlagenen, erfolgreichen Weg weiter.
Eine Hymne wie «Satanic Anarchy» verbindet das melodische Element der Gitarren, mit der aggressiven Stimme von Mille und dem knallharten Rhythmus. Dabei gefallen mir Kreator sogar eine Spur besser als auf dem eh schon genialen Vorgänger «Hate über Alles». Der im Midtempo gehaltene Titelsong überzeugt ebenso, wie das bereits bekannte «Tränenpalast», bei dem Mille Unterstützung von Britta Görtz (Hiraes, Hevean Shall Burn) erhält. Ein Duett das Sinn macht und den Titel durch das kraftvolle Organ von Britta zusätzlich aufwertet, während der Song auch auf «Endorama» (1999) gepasst hätte.
Herausragend sind auch «Blood Of Our Blood» (eine Thrash-Granate vor dem Herrn oder dem Olymp des Metals), «Psychotic Imperator» und das grossartige «Loyal To The Grave». Am Ende des Tages sind Kreator sich selbst geblieben und verteidigen ihren Thron mit Bravour. Das Erfolgsrezept der letzten Jahren wird dabei nicht gross verändert, sondern mit Nuancen verfeinert, was aber keinen Thrash-Fan davon abhalten wird, sich «Krusher Of The World» umgehend zu kaufen.
Tinu