Das fünfte Werk von Temple Balls rockt definitiv mehr als seine vier Vorgänger und beherrscht den überzeugenden Spagat zwischen schwedisch geprägten Hard Rock und amerikanischem Sleaze Rock. Das belegen auch «Tokyo Love», der Groover «There Will Be Blood», das nach vorne rockende, melodische «We Are The Night», das schnelle «Hellbound», das an Dokken angelegte «The Path Within» sowie das flotte «Living I A Nightmare» (Dio lässt grüssen).
Die Finnen geben dieses Mal richtig Gas, fokussieren sich auf das Wesentliche und überzeugen mit viel Abwechslung. Der absolute Oberknaller ist «Stronger Than Fire», eine Nummer, bei der man nach drei Sekunden weiss, dies ist ein Hit. Diesen Quantensprung hätte ich den 2009 in Oulu gegründeten Jungs nach ihrem Schicksalsschlag (2025 verlor Gitarrist Niko Vuorela den Kampf gegen Krebs), nicht zugetraut. Aber hey, der Fünfer belehrt mich eines Besseren!
Tinu