Bereits der Opener hat ein fulminantes Gitarrensolo und veredelt den Titeltrack mit viel handwerklichem Können, während sich Gianni von einer etwas raueren Seite zeigt. Seit dem letzten Studioalbum «Supreme Hypocrisy» sind sechs Jahre vergangen, was den Vierer aber nicht davon abhält ein geiles traditionelles Heavy Rock Album abzuliefern, das immer wieder mit kleinen modernen Nuancen überzeugen kann. Dabei gibt es auch einen kleinen Seitenhieb gegenüber Iron Maiden. Das Drum Intro zu «Warriors» erinnert doch mit einem Augenzwinkern an «Where Eagles Dare».
Gitarrentechnisch begeistert Bruno Spring immer wieder mit seinen Riffs und Solos, während die Rhythmusmaschine, Tschibu am Schlagzeug und Alain Schwaller am Bass, einen fetten Takt vorgibt. Auch lassen es sich die Herren nicht nehmen immer wieder mit kleinen Tempobreaks das Geschehen interessant zu halten («Thieves In The Night»). Grossartig ist «Living For The Nightlife» (purer Metal) und «Wherever I Go» (Midtempo Hit) geworden, wie auch «Of Martyrs And Tyrants».
Am Schluss präsentieren uns The Order einen modernen Groove Bolzen («The Bonehead’s Back – Promises And Illusions»), der mit über zehn Minuten Spielzeit nochmals so richtig Spass macht und mit dem akustischen Part bestens abgerundet wird. Cooles Album einer Band, die leider noch immer nicht die Beachtung findet, die ihr gebührt.
Tinu