Hauptverantwortlich für das Songwriting war Drummer Maté "Balrogh" Balogh, die Texte stammen aus der Feder von Tetzel. Sowohl vom Sound, wie auch von den Lyrics erinnern Asenblut natürlich in erster Linie an Amon Amarth, auch wenn man nebst den typischen nordischen Themen («Das Ende der Götter», «Wie Ein Berserker» oder «Wölfe Des Meeres») auch mal über den Tellerrand schaut. «Hexengericht» handelt – na klar – über die Hexenverfolgung und «Dagon» stammt aus dem Lovecraft Universum.
Soundmässig hat man nicht viel verändert und liefert wieder massig Bangerstoff ab. «Wie ein Berserker» ist ein hymnischer Volltreffer, der von den geilen Gitarren-Harmonien und den brutalen Vocals live ein Gassenhauer werden könnte. Auch der Titeltrack fällt in diese Kategorie, ja kann man durchaus feststellen, dass eigentlich kein Song wirklich abfällt. Allerdings erinnert die eine oder andere Melodie halt schon an die oben genannten Schweden.
Ob Asenblut mit «Entfesselt» neue Käuferschichten erschliessen können, wage ich ob des Gehörten zu bezweifeln. Wem aber der Vorgänger «Die Wilde Jagd» zugesagt hat, kann hier blind zugreifen. Es bleibt jetzt zu hoffen, dass Tetzel neben All For Metal auch für entsprechende Live-Auftritte von Asenblut Zeit findet. Die Songs besitzem nämlich mächtig Potenzial für die Bühne.
Rönu