Die todesmetallische Truppe um Mike Hrubovcak (v), Rogga Johansson (g/b) und Thomas Ohlsson (d) bringt auch das riffige «Coffin Colony», das widerwärtig kraftvolle «Island Of The Dead», das knirschende «Depraved Unspeakable Acts» und das druckvolle «Massive Cadaver Resurrection» ebenfalls überzeugend rüber. Noch bevor man sich versieht, ist die Hälfte der Platte Geschichte, und dies mit einer Lawine aus messerscharfen Gitarren, hämmernden Drums und schneidigen Vocals. Wer die Band kennt, weiss, wie geradlinig die Musik von House By The Cemetary ist, wie fokussiert und wie intensiv sie ihren Death Metal rüberbringt.
«Disturbing The Cenotaph» verkörpert genau das, wenn auch mit mehr Raffinesse. Die neun Songs sind so roh wie erwartet, und auch ein langsamerer Track wie «Undead Apocalypse» hält eine nicht unerhebliche Portion Horror bereit. Es ist ein echter Genuss, was House By The Cemetary zu bieten haben, und vermutlich wird es jedem Fan ein Grinsen ins Gesicht zaubern, wenn «Phantom Intrusions» mit voller Wucht zuschlägt und «Burial Disturbance» ernsthafte Strafen verteilt.
Alle Tracks verfügen insgesamt über mehr Groove-Elemente, aber auch beim Rausschmeisser «Lunatic Butcher» steht der Kern ihres Sounds, der Death Metal, stets im Vordergrund. «Disturbing The Cenotaph» ist ein weiterer wütender, blutgetriebener Knaller von einer Band, die alles für Authentizität und die Liebe zu ihrem Sound gibt.
Oliver H.