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Metal Factory since 1999
Wenn man über namhafte Bands des Death Metal Genres spricht, muss zwangsweise die schwedische Kapelle VOMITORY erwähnt werden. Die bereits 1989 gegründete Band veröffentlichte, speziell zwischen 1996 und 2011, acht hochkarätige Alben und festigte ihren Status im Genre. 2013 dann die Auflösung, um 2019 anlässlich des 30-jährigen Jubiläums wieder ins rege Treiben einzugreifen.
Mit «All Heads Are Gonna Roll» wurde vor drei Jahren das "Comeback-Album" veröffentlicht, und nun beweist der Vierer mit «In Death Throes», dass er ernsthaft zurück ist. Die Truppe um die Gebrüder Urban (g) und Tobias (d) Gustafsson zeigt keine Anzeichen von Ermüdung, sondern brettert dermassen, dass sogar der langjährige Gitarrist Peter Östlund die Segel strich und schliesslich durch Christian Fredriksson ersetzt wurde. Vomitory verloren keine Zeit und machten sich sofort wieder ans Songwriting.
Laut dem Schlagzeuger bleibt der unverkennbare Sound erhalten, doch das neue Werk legt in Sachen Intensität nochmals eine Schippe drauf. Die ersten Früchte ihrer Arbeit waren «Two And A Half Men», gefolgt vom Album-Opener «Rapture In Rupture». Ab diesem Zeitpunkt arbeitete die Band eng zusammen, und jedes Mitglied trug seinen Teil zu den Arrangements bei, bevor ein Song fertiggestellt wurde. Textlich brachte Erik Rundqvist (v/b) erneut seinen typischen Gore-Stil ein.
Dies allerdings mit frischeren und zeitgemässeren Wendungen. Die Aufnahmen zu den zehn Songs auf «In Death Throes» fanden Ende 2025 in verschiedenen Studios statt. Schlagzeug und Gesang wurden in den "Leon Music Studios" in Karlstad aufgenommen, wobei Produzent Rikard Löfgren die Toningenieurs-Arbeit übernahm. Gitarren und Bass hingegen wurden in den Goff Studios, ebenfalls in Karlstad, aufgenommen, wobei Christian Fredriksson als Toningenieur die Leitung übernahm.
Für die finale Mixing/Mastering-Arbeit konnte erneut Lawrence Mackrory (Paradise Lost, Bloodbath, Lik) verpflichtet werden, der einen vernichtenden, schweren Sound kreierte, der dennoch atmen kann. Das auffällige Cover-Artwork wurde, wie schon beim Vorgänger, von Giannis Nakos von Remedy Art Design gestaltet, und verleiht der Platte eine optische Dominanz. Diese Kombination spricht für ein Album-Ergebnis, das ebenso wild, wie visuell ansprechend ist.
Oliver H.