Im April 2026 lassen sie dieses Teil wie einen Ziegelstein durch die Windschutzscheibe des Modern Rock krachen – und das habe ich, ehrlich gesagt, gebraucht. Die Welt war auf die ganz falsche Art zu ruhig. Timmy, der Wal, ist immer noch nicht gerettet, die Schlagzeilen stinken nach wie vor, und hier kommt eine Band, die klingt, als hätte sie davon ebenfalls genug. Das ist Garagen-Rock in seiner rohen, ungewaschenen Sonntags-Montur. Dazu gehören verzerrte Gitarren, die wie überdrehte Motoren schreien und ein Schlagzeug, das wie Stiefel auf Asphalt hämmert.
Zudem eine Orgel, die wie Weihrauch in einer Hinterhofkapelle durch das Ganze wirbelt. Man hört die Geister von MC5 und The Stooges – aber das ist keine Nostalgie. Es ist Aufruhr. Songs wie «Rusty Guns» bitten nicht um deine Aufmerksamkeit – sie packen einen am Kragen. Alles fühlt sich schnell an, ein bisschen gefährlich und gerade locker genug, um auseinanderzufallen – tut es aber nie. Das ist der Trick und tönt grossartig. Dann kommt «Get Out Of My Head» – und dieser Song trifft anders. Es ist nicht nur Lärm, es ist Druck.
Es ist, als würde man versuchen, einen Gedanken abzuschütteln, dem man nicht entkommen kann. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde man zusehen, wie sich die ganze Timmy-Situation entfaltet: diese hilflose Schleife im Kopf, diese Wut, die nirgendwo hin kann. Die Band verwandelt diese Frustration in Bewegung, in Lautstärke, in etwas, das man tatsächlich überleben kann. Es geht nicht darum, das Rad neu zu erfinden.
Es geht darum, das verdammte Ding in Brand zu setzen und es den Berg hinunterrollen zu lassen. Es hat einiges an grossartigen Songs, sprich mein Anspieltipp ganz am Schluss hört auf den Titel «Twisted Black». Wenn Ihr Sauberkeit wollt, sucht woanders. Wenn Ihr aber die Wahrheit wollt – laut, chaotisch und herrlich lebendig – dann ist «Forever Loaded» Eure Zeit wert. Und Timmy, gib nicht auf; kämpfe..., für dich..., für uns.
Lukas R.