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Das neue Werk der Italiener VANDERLUST startet sehr symphonisch mit dem zum Teil gesprochenen «Humanity 2.0 – The Human Farm». Das Konzept-Album spielt im Jahre 2050, in dem eine uralte, ausserirdische Spezies Namens "Coelacanth" der Menschheit Schutz und Wohlstand gewährt. Zu einem festen Preis, wobei jeder im Alter von vierzig Jahren eliminiert werden muss. Interessante Geschichte.
Das folgende «Golden Shackles» dann eine klasse, schnelle Progressive-Nummer. Sänger Ricca "ZP" Morello erinnert mich dabei immer wieder mal an den Bonfire-Shouter Alexx Stahl. Doch die Italos hauen hier nicht nur schnelle Nummern heraus, man höre sich das spannende, düstere, eher schwerfällige «The Turning Point» an. Da wechseln sich melodiöse Gesänge und starke Chöre mit ruhigen Passagen ab. Wunderbare Gitarren-Linien ergänzen das Ganze, sehr durchdacht, was hier abgeliefert wird.
Oder hört Euch mal die gewaltigen Chöre bei «Connection Failed» an, dazu der kraftvolle Gesang von Morello, wahrlich eine grosse Nummer. Die Italiener verstehen es, das Konzept musikalisch umzusetzen, alle Songs sind sehr spannend, die vielen Tempo- und Stilwechsel greifen alle ineinander. Schnelle Riffs werden ergänzt durch kräftige Basslinien, herrlich da zuzuhören. «Battlefield» dann, eine Mischung aus Iron Maiden und älteren Helloween. Man höre sich nur den Refrain an.
Sehr gut gefällt das überaus ruhig beginnende «Drive», das sich später zu einem schweren, symphonischen Metal-Song entwickelt und mit einem Hammer-Refrain voll zu überzeugen weiss. Das 7-minütige «Humanity 3.0 – The New Canaan» schliesst dann mit einer starken Progressive-Nummer ein überdurchschnittliches, musikalisches Werk ab, das sich schon stark vom Gros dieses Genres abhebt. Den Italienern ist mit «The Human Farm» ein tolles Album gelungen, umgeben von einer interessanten Geschichte. Proggies sollten hier unbedingt reinhören!
Crazy Beat