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Das neue Werk der Italiener startet sehr symphonisch mit dem zum Teil gesprochenen «Humanity 2.0 – The Human Farm». Das Konzeptalbum spielt im Jahre 20250, in dem eine uralte, ausserirdische Spezies Namens Coelacanth der Menschheit Schutz und Wohlstand gibt. Zu einem festen Preis, wobei jeder im Alter von 40 Jahren eliminiert werden muss. Interessante Geschichte.
Das folgende «Golden Shackles» dann eine klasse, schnelle Progressive-Nummer. Sänger Ricca "ZP" Morello erinnert mich immer Mal wieder an den Bonfire-Shouter Alexx Stahl. Doch die Italos hauen hier nicht nur schnelle Nummern raus, man höre sich das spannende, düstere, eher schwerfällige «The Turning Point» an. Da wechseln melodiöse Gesänge und starke Chöre mit ruhigen Passagen. Wunderbare Gitarrenlinien ergänzen das Ganze, sehr durchdacht, was hier abgeliefert wird. Oder hört euch mal die gewaltigen Chöre an bei «Connection Failed», dazu der kraftvolle Gesang von Morello, eine wahrlich grosse Nummer.
Die Italiener verstehen es das Konzept musikalisch umzusetzen, alle Songs sind sehr spannend, die vielen Tempo- und Stilwechsel greifen alle ineinander, Schnelle Riffs werden ergänzt durch kräftige Basslinien, herrlich, da zuzuhören. «Battlefield» dann, eine Mischung aus Iron Maiden und älteren Helloween. Man höre sich nur den Refrain an. Sehr gut gefällt das sehr ruhig beginnende «Drive», dass sich später zu einem schweren, symphonischen Metal-Song entwickelt und mit einem Hammer-Refrain voll zu überzeugen vermag.
Das sieben Minuten lange «Humanity 3.0 – The New Canaan» schliesst dann mit einer Starken Progressive-Nummer ein überdurchschnittliches musikalisches Werk ab, das sich schon stark abhebt vom Gross dieses Genres. Den Italienern ist hier ein grosses Album gelungen mit einer interessanten Geschichte. Proggies sollten unbedingt reinhören.
Crazy Beat