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The Neptune Power Federation hat etwas herrlich Verrücktes an sich und «Mondo Tomorrow» stürzt sich mit einem theatralischen Grinsen in dieses Chaos – mit einer Perspektive, die sich ganz und gar nach Down Under anfühlt.
Es ist Musik, die in unerwartete Richtungen zu springen scheint, wie ein Känguru, das mitten im Sprung die Richtung wechselt, oder sich wie ein wachsames Opossum in seltsamen, nächtlichen Ecken zurückzieht. Mit anderen Worten: unvorhersehbar, leicht surreal und ganz zu Hause in ihrem eigenen, seltsamen Ökosystem.
Die Band beschreibt das Album als ‘eine brandneue Sammlung von Hymnen, transkribiert aus den jüngsten Geschwätzereien der Imperial Priestess, die nach zeitreisenden Umwegen nun in ein futuristisches Reich projiziert werden’. Dieses Konzept spiegelt sich in der Musik selbst wider: Sie ist rastlos, wandelbar und ohne Rücksicht auf lineare Logik.
Im Mittelpunkt steht Screaming Loz Sutch, deren kraftvoller Gesang für Ordnung in den wunderschön verworrenen Arrangements sorgt.
Um sie herum verwebt die Band Garage-Rock-Rauheit, Glam-Swagger, Proto-Punk-Dringlichkeit und Einflüsse von Psychedelic- und Krautrock-Experimenten. Das Ergebnis fühlt sich an, als würde man Jahrzehnte der Rockgeschichte auf den Kopf stellen – passend genug für eine Band, die von Down Under agiert.
Die Songs bleiben selten stehen. Sie springen zwischen Stilen hin und her, tauchen in unerwartete Passagen ein und kommen dann mit Hooks wieder heraus, die sich sowohl vertraut als auch leicht verzerrt anfühlen. Es ist eine Art kontrollierte Instabilität, die dem Album seine Identität verleiht.
«Mondo Tomorrow» ist nichts für diejenigen, die nach geraden Linien oder sicherem Boden suchen. Hörern, die bereit sind, etwas zu umarmen, das ein wenig aus der Mitte gerückt ist – Musik, die sich in Sprüngen bewegt, im Schatten innehält und dann wieder überrascht –, bietet es jedoch eine lebhafte, unvergessliche Reise und bleibt irgendwie in den Gehörgängen stecken.
Lukas R.