Mister Jovi ging nach den Erfolgen von «You Give Love A Bad Name» und allen nachfolgenden Hits den Weg der Dollarscheine und liess sich zu einer Musik animieren, die sich von den rockigen Attitüden zu sehr grossen Teilen verabschiedete. Das kann man gut finden, was noch immer Millionen tun oder sich als alter Fan "verraten" fühlen. Die Suche nach neuem Kraftfutter wurde auf den letzten Album ab und zu mit einem Leckerbissen belohnt, liess aber oftmals das kernige Element, welches Richie Sambora (Gitarrist bis 2013) vollbrachte, vermissen.
Auf «Forever» nennt sich der Hit, welche die alten Fans in Begeisterung setzen wird, «Living Proof». Daneben dominieren (logischerweise) gute Refrains und Hooklines das Geschehen oder die Lieder schnuppern zumindest bei den rockigeren Momenten. Wie «Waves», welches bei «Wanted Dead Or Alive» seinen ganz grossen Bruder sieht. «Forever» wird die Charts wieder stürmen, davon darf man ausgehen, denn das Erfolgs-Rezept der letzten Scheiben hat der Sunny-Boy nicht verlassen. Für mich als Fan der ersten Stunde fehlt aber der Dreck und das freche wie mit einem spitzbübischen Grinsen versehene Momentum.
Tinu