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Mittwoch, 12 März 2025 21:06

Zakk Sabbath – Lowen in Zürich Empfehlung

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12.03.2025, Zürich - Komplex 457
By Rockslave

Fehlt eigentlich nur, dass heuer auch Black Label Society tourmässig unterwegs sind, denn dann würden Fans Ex-Ozzy Osbourne Axt-Meister Zakk Wylde nach Pantera im Februar und jetzt mit Zakk Sabbath gar noch ein drittes Mal auf der Bühne und mit erneut anderen Songs erleben können! Dafür müsste aber zuerst ein neues BLS-Album erscheinen, was gar nicht mal so abwegig wäre, denn die "aktuelle Scheibe" «Doom Crew Inc.» trägt bereits vier Jahre auf den Buckel. Das ganze Tribut-Ding wurde jedoch als Herzens-Angelegenheit schon im vergangenen November angekündigt.

Als Mitstreiter wurden zunächst Bassist Robert "Blasko" Nicholson (Ozzy Osbourne, Rob Zombie) und Drummer Joey Castillo (Danzig, Queen Of The Stone Age) bekanntgegeben. Heute Abend in Zürich bestand die Rhytm-Section jedoch aus John "JD" DeServio (b) und Jeff Fabb (d), warum auch immer. Fakt war somit, dass im Grunde Black Label Society aufmarschierten! Das dürften aber die wenigsten Besucher wirklich realisiert haben und tat dem Ganzen natürlich keinerlei Abbruch, was sich schon bald zeigen würde. Als Support fungierten die britischen Progressive Doom Metaller Lowen, deren neue Scheibe ich kürzlich reviewt hatte.

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Da die überschaubare Anzahl an Presseleuten (mit mir zusammen waren wir nur zu fünft!) kurz vor Konzertbeginn noch ausserhalb der Halle, sprich hinter der Kasse am Quatschen war, wurde der Trupp durch den unvermittelt einsetzenden Gesang auf der Bühne umgehend in Bewegung versetzt. Vor Ort stach dann gleich Frontfrau Nina Saeidi in ihrem prächtigen und opulenten Kleid ins Auge. Die Exil-Iranerin legte zunächst mit ihrem orientalisch gefärbten Gesang vor, ehe die Band anschliessend einsetzte. Schon bald bestätigte sich mein Eindruck, den ich schon zum neuen Werk «Do Not Go To War With The Demons Of Mazandaran» gewann, dass insgesamt, also vor allem musikalisch, gewisse Akzente gesetzt werden konnten, aber die viel zu gleichförmigen Gesangslinien bald aneckten. Heisst alle vier gespielten Songs klangen mehr oder weniger gleich monoton, und da nützte es auch nichts, dass Nina dann noch einen Krumm-Dolch zückte und damit vor dem Kopf herumfuchtelte. Nach einer knappen halben Stunde und einem Anstands-Applaus war das Ganze zum Glück vorbei.

Setliste: «Ashurbanipal's Request» - «The Fortress Of Blood» - «Najang Bah Divhayeh Mazandaran» - «Ghazal For The Embrace Of Fire»

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Zakk Sabbath
Da ich mich im Vorfeld bezüglich der Setliste für einmal und selten genug nicht darum gekümmert hatte, war es diesmal umso spannender herauszufinden, welcher Song da gerade zu Tribut-Ehren kam. Damit wären wir eigentlich auch gleich beim Thema, nämlich einem Unterfangen, das ursprünglich schon vor zehn Jahren initiiert wurde! Nachdem am 04.02.2017 der letzte Live-Auftritt von Black Sabbath (mit Ozzy) im Birmingham über die Bühne ging, nahm Zakk drei Jahre später das Debüt-Album zum 50. Jubiläum nochmals komplett auf und achtete darauf, möglichst nahe dem Original zu sein. Weitere fünf Jahre danach und sozusagen als Ehrerbietung an den gesundheitlich stark angeschlagenen Ozzy, der heuer im Herbst ein allerletztes Mal live und in der Ur-Formation, also mit Drummer Bill Ward, "performen" wird, verleihen Zakk und seine BLS-Kumpels der Essenz des Heavy Metals neues Leben!

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Und selbst wenn man mit dem Lead-Gesang von Mr. Wylde hierzu nicht klar kommt, dann gibt es wohl kaum jemand anders, der die Geschichte glaubwürdiger umsetzen kann, als er. Somit stieg die Spannung ins Unermessliche, als das bekannte Intro «Supertzar» abgespielt wurde, verbunden mit der innigen Hoffnung, dass der Sound heute Abend im Komplex 457 wenigstens annehmbar werden würde. Vorneweg gleich gespoilert..., es war letztlich und erfreulich viel besser als gedacht, wenn auch nicht perfekt. Edelst war dann dafür der wuchtig vorgetragene Opener «Supernaut» (ab dem Album «Vol. 4»), wo es gleich in Vollen ging. Dabei performte Zakk, wenn er nicht vor seinen Effekt-Geräten stehen musste, rechts auf einem extra hingestellten, kleinen Podest (das bei früheren Auftritten jeweils links stand), schmiss sich von Anfang in seine berühmten Posen und riss die Fans umgehend mit!

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Genau richtig, um mit dem doomigzähen «Snowblind» gleich noch einen draufzulegen. Anschliessend folgten mit «Orchid» akustische Klänge (ab Band), ehe die Band zum Doppelschlag mit «Under The Sun/Every Day Comes And Goes» ansetzte und «Vol. 4» (1972) schliesslich mit «Tomorrow's Dream» abschloss. Die Stimmung in der gut gefüllten, aber nicht ausverkauften Halle wiegelte sich von Song zu Song höher und die Mitsing-Qualitäten beeindruckten nicht nur die Protagonisten, sondern alle, die an diesem denkwürdigen Abend mit dabei waren. «N.I.B.» und «War Pigs» entpuppten sich dabei als Riesenbrecher, und nachdem die letzten Klänge nach hundert durchgespielten Minuten abebbten, gab es niemanden in der Halle, der das Fehlen von «Iron Man» oder «Paranoid» als Manko oder gar Enttäuschung taxiert hätte. Dazu war der Rest einfach zu gut und machte einem bewusst, wie mächtig Black Sabbath sind!

Setliste: «Intro - Supertzar» - «Supernaut (Black Sabbath Cover)» - «Snowblind (Black Sabbath Cover)» - «Orchid (Black Sabbath Cover from Tape)» - «Under The Sun/Every Day Comes And Goes (Black Sabbath Covers)» - «Tomorrow's Dream (Black Sabbath Cover)» - «Wicked World (Black Sabbath Cover)» - «Fairies Wear Boots (Black Sabbath Cover)» - «Into The Void (Black Sabbath Cover)» - «Embryo (from Tape) / Children Of The Grave (Black Sabbath Cover)» - «Lord Of This World (Black Sabbath Cover)» - «Hand Of Doom (Black Sabbath Cover)» - «Behind The Wall Of Sleep (Black Sabbath Cover)» - «Bassically (Black Sabbath Cover)» - «N.I.B. (Black Sabbath Cover)» - «War Pigs (Black Sabbath Cover)»

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