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In den letzten Jahren hat die Verbindung nordischer Volksmusik mit elektronischer Musik zu faszinierenden musikalischen Mischformen geführt. Mit «Hugrheim», ihrem zweiten Album und einer konsequenten Fortsetzung ihres sogenannten «Viking War Trance», geht das französische (nee, nix Muminland) Duo EIHWAR noch einen Schritt weiter. Anstatt die antike Mythologie als ferne Museums-Folklore zu präsentieren, verwandeln Eihwar sie in etwas überraschend Verspieltes.
Mit «A Sinner's Child» zeigt uns die schwedische Band WITCHCRAFT, dass Intensität nicht zwangsläufig mit Lautstärke einhergeht. Die EP mit fünf Tracks wirkt bewusst intim, fast wie eine Late-Night-Session, bei der der Zuhörer nur wenige Meter von den Musikern entfernt sitzt. Anstelle von gewaltigen Riffs und einer dichten Produktion liegt der Fokus auf Atmosphäre, Melodie und der unverwechselbaren Stimme von Bandgründer Magnus Pelander.
Mit «Buried Under The Weight Of Reason» liefern DESERT STORM ein ausgereiftes Statements ihrer Karriere - Ein Album, das "heavy" nicht nur durch harte Riffs oder laute Gitarren ausdrückt, sondern auch durch eine dichte, bedrückende Stimmung, langsame Rhythmen und eine spürbare emotionale Belastung.
In einer Szene, die klare Etiketten liebt, sind UNVERKALT eine Band, die diese Etiketten zunichte macht. Ihr drittes Album «Héréditaire» ist nicht einfach nur "heftiger" im üblichen Marketing-Sinne, sondern definiert ihren Post Metal Sound durch eine deutlich schwärzere Linse neu. Dabei schärfen sie die emotionale Kante, behalten aber gleichzeitig die Breitbild-Atmosphäre bei, die sie von Anfang an überzeugend gemacht hat.
Nur wenige Bands haben das Genre so sehr als vorübergehende Anregung betrachtet wie ULVER. Sie stammen aus der norwegischen Black Metal Szene der 1990er-Jahre und veröffentlichten mit «Bergtatt» (1995) und «Nattens Madrigal» (1997) zwei prägende Werke des Genres. Danach wandelte sich die Band jedoch radikal, entwickelte sich über Trip-Hop, Ambient und elektronische Musik hinweg und ist heute nicht mehr mit Metal verbunden.
Das nunmehr dritte Album von NECROFIER ist weniger ein starres Konzept-Album als vielmehr eine sich ständig verändernde Reise. Die Platte durchläuft eindeutig verschiedene Phasen - Entzündung, Zusammenbruch und schliesslich Aufstieg -, doch die Band unterbricht diesen Fluss bewusst mit eigenständigen Tracks und Instrumentalstücken, die das Ohr vor der nächsten Intensitätswelle zurücksetzen.
BELZEBONG klingen mit ihrem «The End Is High», als hätte Satan ein veganes Restaurant eröffnet, dessen Speisekarte ausschliesslich verbotenen Spinat enthält. Warum? Weil dieses Album nicht auf eine kirchenverbrennende Art und Weise böse wirkt. Es wirkt böse, als hätte man vergessen welcher Tag heute ist, und die Lava-Lampe wäre zum Lebensberater geworden.
Mit «Forever Beyond» verfeinert das Heavy Psych Trio BLACK LUNG aus Baltimore seinen Sound und macht ihn schlanker, dynamischer, punkiger und emotionaler. Weniger "Stoner", dafür mehr "Punk". Das fünfte Album der Band fühlt sich wie eine Neukalibrierung an: eine Erweiterung der fuzzgetränkten Grundlage von «Dark Waves», nun angereichert mit breiteren Texturen und einem schärferen thematischen Fokus.
Nach fünf Jahren ohne neues Album kehren VREID mit «The Skies Turn Black» zurück. Die Band klingt fokussiert, motiviert und voll engagiert.
BIZARREKULTs «Alt Som Finnes» strebt nicht die theatralische Grösse vieler Post Black Metal Alben an, sondern wirkt fast schon besonnen. Es ist wie ein Tagebuch, in dem jeder Track ein privater Gedanke ist, der zufällig verstärkt wurde.