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Metal Factory since 1999
Als ich mich mit der neuen EP «Atoned In Metamorphosis» von PREDATORY VOID beschäftigte, erwartete ich, ehrlich gesagt, von ihrem Versprechen der Konfrontation und Katharsis mitgerissen zu werden (Der Infotext der Band liest sich wie ein von AI geschriebener, akademischer wie wissenschaftlicher Text).
Andy Marshalls zweite musikalische Identität stand immer im Schatten seines bekannteren Projekts Saor - aber auf «III» wird dieser Schatten selbst zur Landschaft. Während Saor Erinnerungen, Traditionen und ferne Horizonte malt, fühlen sich FUATH näher, kälter und einsamer an. Das sind nicht die Highlands bei Sonnenaufgang, sondern die Highlands nach Mitternacht.
«No Safe Place» ist ein ziemlich geradliniges Black Metal Album, das genau das tut, was es sich vorgenommen hat: hart zuschlagen, scharf bleiben und niemals in atmosphärische Effekte um ihrer selbst willen abdriften. OPPRESSION halten die Dinge straff und fokussiert, setzen auf Geschwindigkeit, Direktheit und ein sehr klares Zielbewusstsein.
JAGGED CITYs Debüt «There Are More Of Us, Always» ist ein eher leises, aber trotzdem "rebellisches" Instrumental-Album: Es widersteht der Versuchung, den Zuhörer zu überwältigen und setzt stattdessen auf Geduld, Textur und emotionale Tiefe.
Als Fan der Band und Schreiberling von Metal Factory hatte ich am Sonntag, den 15. Februar 2026 das ganz besondere Privileg, einen ganzen Tag mit der Ellis Mano Band verbringen dürfen, während sie ihr neues Studio-Album im bemerkenswerten "Balik Studio" in der Schweiz aufnahmen.
Es ist schon eine stille Ironie, wie zuverlässig Italien immer wieder fesselnde Doom-Bands hervorbringt (siehe meine Rezensionen zu Messa und Epitaph). Ein Land, das man mit Sonnenschein und Wärme verbindet, liefert immer wieder grossartige Musik, die von Schatten, Schwere und Introspektion geprägt ist. «The Grotesque Within», das vierte Album des norditalienischen Quartetts OREYEON, fügt sich in diese Tradition ein, ohne sich davon einengen zu lassen.
Mit «Hulders Ritual» setzen SLAGMAUR ihre eigene Interpretation des norwegischen Black Metal fort. Das stark konzeptorientierte Album wirkt wie ein fortlaufendes Ritual.
In «Clisson, France», wurde ein Moment eingefangen, in dem Timing, Freundschaft und purer musikalischer Instinkt gut zusammenpassten. Aufgenommen beim "Hellfest 2016", heisst nach achtjähriger Live-Pause, klingt diese Veröffentlichung von HERMANO keineswegs wie ein Comeback, sondern wie eine Band, die nie vergessen hat, wie man gemeinsam atmet.
Nach 15 Jahren Stille kehren SWEATMASTER mit «More!» zurück. Das Album fühlt sich wie eine Band an, die die Tür zum Proberaum aufstösst und sich direkt wieder an die Strom-Versorgung anschliesst. Mit einer Laufzeit von knapp 38 Minuten verschwendet das Album keine Zeit mit Nostalgie oder Studio-Glanz. Stattdessen liefert es vierzehn knackige Stücke, die von Dringlichkeit, Reibung und Schwung leben.
Wie ich unseren Cheffe dazu bringen konnte, mir ausgerechnet diese Scheibe von EYE OF MELIAN zur Review zu geben, werden sich einige Schwermetaller wohl fragen. Ich könnte nun argumentieren, dass hier Leute aus dem Delain-Umfeld mitwirken, dass es sogar ein Cover von Bruce Dickinson (Iron Maiden) gibt, dass ein starker Teil des Projekts aus Finnland kommt (zumindest die Stimme und die orchestrale Handschrift), dass es bei Napalm erscheint - und dass sich das Ganze thematisch um eine nahezu göttergleiche Gestalt aus Tolkiens Legendarium dreht: Melian, die Maia.