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Im Kern von «Guerre Et Paix» liegt eine stille Trotzhaltung. Es ist nicht die offensichtliche Art - keine übertriebene Theatralik, kein verzweifelter Wettlauf in Richtung Extrem – sondern etwas Beherrschteres, beinahe Asketisches, was uns VIA DOLORIS da bieten.
Cheffe – warum gibst du mir diese Platte von THE GUILT? Ich bin kein Tänzer. Ich habe nie auf dem Neue-Welle-Planeten gelebt. Der Pressetext spricht von Punk, aber ich höre den Neon-Geist von Ideal und Nina Hagen oder auch Siouxsie And The Banshees (ohne deren Klasse auch nur im geringsten zu erreichen), der sich mit Plastik Sicherheitsnadeln ins Jahr 2026 zigzacken.
Extreme Metal lebt oft davon, die Grenzen zwischen seinen dunkleren Subgenres zu verschieben. MAMMON'S THRONE machen diesen Ansatz zur Grundlage ihres dritten Albums «My Body To The Worms».
Nun, da plötzlich jeder "weiss", wer Banksy ist, erscheint es nur fair, ein anderes sorgfältig gehütetes Geheimnis zu respektieren. Ja, wir werden die Identitäten von GAEREA genau dort belassen, wo sie hingehören: hinter der Maske.
Erwartet mehr als nur Musik. Erwartet mehr als nur einen Soundtrack. Erwartet eine Reflexion des Universums, übersetzt in Schwingungen. Es ist ein bisschen wie in der Literatur, heisst dies ist das "Silmarillion" der Musik, nicht der "Hobbit". Darum auch die Länge meiner Rezension.
WEEDPECKERs «V» trifft einen nicht wie ein Bong-Zug ins Gesicht, sondern ist eher wie das langsame Ausatmen danach, wenn der Raum grösser erscheint als zuvor und die Zeit sich höflich zu einem setzt. Die polnische Band bleibt mit einem Bein im Stoner Rock, doch der Grossteil dieses Albums schwebt irgendwo zwischen Late-Night-Prog, verschwommenem Shoegaze-Glow und sanft melancholischer Psychedelia.
Mit «The Cries Of Evil» präsentieren EVOKED ECLIPSE ein Debüt-Album, das die Sprache des nordischen, atmosphärischen Extreme Metal fliessend beherrscht. Es handelt sich um melodischen Death/Black Metal, geprägt von kalten Melodien, zurückhaltender Aggression und einer starken emotionalen Unterströmung - genau die Eigenschaften, die für mich nach wie vor das Besondere an diesem Bereich des Extreme Metal ausmachen.
In den letzten Jahren hat die Verbindung nordischer Volksmusik mit elektronischer Musik zu faszinierenden musikalischen Mischformen geführt. Mit «Hugrheim», ihrem zweiten Album und einer konsequenten Fortsetzung ihres sogenannten «Viking War Trance», geht das französische (nee, nix Muminland) Duo EIHWAR noch einen Schritt weiter. Anstatt die antike Mythologie als ferne Museums-Folklore zu präsentieren, verwandeln Eihwar sie in etwas überraschend Verspieltes.
Mit «A Sinner's Child» zeigt uns die schwedische Band WITCHCRAFT, dass Intensität nicht zwangsläufig mit Lautstärke einhergeht. Die EP mit fünf Tracks wirkt bewusst intim, fast wie eine Late-Night-Session, bei der der Zuhörer nur wenige Meter von den Musikern entfernt sitzt. Anstelle von gewaltigen Riffs und einer dichten Produktion liegt der Fokus auf Atmosphäre, Melodie und der unverwechselbaren Stimme von Bandgründer Magnus Pelander.
Mit «Buried Under The Weight Of Reason» liefern DESERT STORM ein ausgereiftes Statements ihrer Karriere - Ein Album, das "heavy" nicht nur durch harte Riffs oder laute Gitarren ausdrückt, sondern auch durch eine dichte, bedrückende Stimmung, langsame Rhythmen und eine spürbare emotionale Belastung.