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Mit «Stamina» hieven die Italianos von 17 Crash zum vierten Mal ein Album in die Plattenregale. Über die Zeit und mit der Erfahrung der vorgängigen drei Scheiben hat die Truppe ihren Sound perfektioniert und komplexer gestaltet.
Man beherrscht definitiv den Spagat zwischen Achtziger Glam Metal wie modernem AOR und tummelt sich dabei im Umfeld von H.E.A.T., Crazy Lixx, Eclipse, Hardline und Stryper. First of all nennt man ansprechendes Songmaterial sein Eigen, das eine grosse kreative Bandbreite abdeckt. Bereits mit dem intromässigen, instrumentellen Opener «A Song For Ennio» beweist man dies und lässt sich dabei von Filmmusik Koryphäe Ennio Morricone inspirieren. Weiter gehts dann mit jeder Menge eingängig strukturierten Tracks, die den Fokus auf einen hohen Memory-Effekt legen. Das Ganze wird durch einen satten, druckvollen Sound getragen, der einen hohen Hörgenuss garantiert. Von aussen betrachtet fehlt es dem Album aber stellenweise an Dynamik. Die Chose ist extrem glatt poliert, heisst sämtliche Ecken und Kanten wurden rundgeschliffen, wodurch «Stamina» arg cheesy rüber kommt. In dieses Schema passt dann auch die grundsätzlich hervorragende Stimme von Ros Crash, die durchaus eine Ähnlichkeit mit der von Tony Harnell (TNT) erkennen lässt. «Stamina» steht an und für sich als tolles Album im Raum, dem jedoch eine ordentliche Portion "meh Dräck" (Deutsch: "mehr Dreck oder Rotz") sicherlich nicht geschadet hätte.
Chris C.