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Ganz ehrlich, als ich den Bandnamen DAMON SYSTEMA las, dachte ich mir nur: Och nö, nicht schon wieder irgendwelche Kiddies, die es ach so böse und brutal finden, etwas mit "Dämon" im Namen vor sich hinzurödeln. Nun gut, so kann man sich irren: Die Griechen musizieren seit 2008 in konstanter Besetzung (ist auch etwas wert heutzutage) und haben ihre Sporen bereits in unterschiedlichen Bands abverdient, unter anderem On Thorns I Lay, Ocean Of Grief, Shattered Hope oder Evil Within.
Diese 6-Track-LP (jupp, hat 'ne Spieldauer von knapp 45 Minuten, kann also durchaus als "vollwertig" angesehen werden) ist effektiv ein wenig wie ein Trip durch dunkle, jedoch auch melodiöse Sound-Landschaften. Erinnert irgendwie an die Landsleute von Rotting Christ, wenn die mal einen Gang zurückschalten. Heavenwood aus Portugal sind auch eine gute Referenz. Interessant ist, dass jeder der sechs Tracks effektiv die Eigenschaft besitzt, den Zuhörer zu fesseln und nicht zu langweilen, sprich ein Stück so erklingen zu lassen, als wären es mehrere an sich und man effektiv nicht einem, sondern gleich mehreren Songs lauscht.
Dies, zusammen mit der Tatsache, dass dieses Album offenbar das Debüt-Album der Griechen darstellt, ist auch aufgrund der wirklich sehr guten Produktion und Abmischung bemerkenswert. Ergo, langer Rede kurzer Sinn: Wer Dark Metal mit gewissen Färbungen in andere Richtungen interessant findet, der sollte Damon Systema unbedingt antesten. Ich persönlich bin hin und weg von den Hellenen und hoffe, dass man den mit «Ate» eingeschlagenen Weg unbeirrt weiterbegeht. Geheimtipp!
Toby S.