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Die Frankfurter ELVENPATH kommen nach vier Jahren wieder aus den Löchern und zwar mit Album Nummer fünf. Erneut wird eine Mischung aus europäisch geprägtem klassischen Heavy Metal und Power Metal geboten, welcher aber erneut nicht zum grossen Schlag ausholt.
Weshalb dies so ist? Nun, zum einen wären da die eher peinlichen Intro und Outro Comedy-Stücke von Badesalz, dann das unterirdisch langweilige Bass-Instrumental «Ocras Agus Neart» sowie der knapp zweiminütige Helloween Verschnitt «All Across The Universe», der im Refrain irgendwie disharmonisch wirkt. Zu den Stärken des Albums und ja…, à propos Humor. Einen haben die Deutschen noch im Köcher, denn bei «Satan’s Plan» werden alle "Echsenmenschen-Gläubigen" und Qanon-Anhänger mächtig durch den Kakao gezogen. Das es auch ernsthaft zugeht, dafür sorgt unter anderem auch «Silesian Winter», das sich mit dem Holocaust beschäftigt. Positiv ist noch zu erwähnen, dass Elvenpath nicht dem Bombast Power Metal spielen, sondern dass hier die Gitarren dominieren und man somit eher in die Richtung von Wizard und Paragon guckt. Ein Wort noch zu Sänger Dragutin Kremenovic, der mit seinem ganz eigenen Stil zwar ein hohes Wiedererkennungs-Potenzial besitzt, aber damit auch in die Ecke "Geschmackssache" gestellt werden wird. Eine Bewertung fällt hier schwer, da die Jungs ja richtig sympathisch zu sein scheinen, aber dann doch den einen oder anderen Ausfall auf «Faith Through The Fire» verzeichnen.
Rönu