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Freunde des brutalen Musikgeschmacks aufgepasst: mit dem Debüt «Contemplation Of A Declining World» stellt sich eine neue CH-Band am todesmetallischen Himmel vor.
Die in Genf beheimatete Truppe steht mit zehn Beinen fest verankert im Death Metal, zeichnet sich aber durch eine Mischung an modernen Einflüssen aus, die die rohe Energie, die Brutalität und ein ausgeprägtes Gespür für Rhythmik hochhält. Ailurophobia legten ihren musikalischen Grundstein im Jahr 2020, als Laure (g) mit dem Komponieren von Musik begann und gemeinsam mit Yves (g) den Grundstein für ihren prägenden Sound legte. 2021 schlossen sich dem Duo Seb (v) und Sam (d) an. Diese Beiden brachten vielfältige Stile von Jazz bis Extreme Metal mit in die Band, und erst vor drei Jahren vervollständigte Bassist Antoine das Line-Up.
Nun ist der Fünfer definitiv bereit, die Extreme Metal-Szene aufzumischen. Ohne grosses Blastbeat-Gekloppe nimmt die Kombo ihre zehn Songs in Angriff. Nebst knüppelharten Drumsalven und ausgeklügelten Gitarrenriffs gibt es auch groovige Abschnitte, die die durchschlagenden Tracks durchbrechen und so für passgenaue Abwechslung sorgen. Auch das Cover-Artwork weist in dystopischer Weise auf den lyrischen Inhalt von «Contemplation Of A Declining World» hin. Dieser spiegelt das absurde und unmoralische Verhalten der Menschheit und deren katastrophale Folgen für alle Lebewesen wider.
Die Sonnenfinsternis symbolisiert die Zerstörung der Umwelt, die durch Explosionen verwüstete Stadt erinnert an das Szenario, nach einem Atomkrieg. Die Masse organischer Materie, die schliesslich in einem abgrundtiefen Spalt verschwindet, veranschaulicht das Nichts und den Tod. Dass der Fünfer aber nicht bloss bierernst unterwegs ist, zeigen Tracks wie «Lucifer In The Sky With Diamonds», ein textlicher Ableger des Beatles-Klassikers «Lucy In The Sky With Diamonds» oder «Erwin’s Cat». Mit «Mieux Vaut Rire Que Pleurer» ist ausserdem ein Song in französischer Sprache vertreten.
Die Schlagzeugspuren, die frisch verstärkten Instrumentalaufnahmen, sowie Albummix und -mastering wurden von Vladimir Cochet, in den Conatus Studios, überwacht. Der Sound des Quintetts ist qualitativ hochstehend, pendelt irgendwo zwischen Oldschool-Todesblei und wahnwitzigem Modern-Death mit einem Schuss Schwedentod. Fans der frühen Entombed-Ära dürfen sich das Debüt von Ailurophobia keinesfalls entgehen lassen.
Oliver H.