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Die Geschichte der Chilenen BURNING PATH ist dramatisch. Es handelt sich hierbei nämlich um die Nachfolge-Band von Lucifer's Hammer, die sich nach dem Mord an Andrés Adasme auflösten. Dessen Bruder Rodrigo und der Gitarrist Sebastian Inzunza machen nun gemeinsam mit einer neuen Band weiter und versuchen so das Erbe von Hades (so der Künstlername des Verstorbenen) weiter am Leben zu halten.
Dabei haben sich die Südamerikaner von vielen verschiedenen Bands inspirieren lassen: Dokken, Europe, Diamond Head oder Virgin Steele sind nur einige der Namen, welche Einfluss auf das Duo ausübten. Auf jeden Fall klingt das Album tatsächlich so, als wäre es in den Achtzigern aufgenommen wurden. Die glasklare Stimme von Titan (alias Rodrigo) erinnert an neue Bands wie Amethyst oder Century und passt gut zur Mucke, auch wenn es weitaus bessere Sänger auf diesem Planeten gibt.
«Chasing The Future» ist Metal pur, mit starken Solos, während das folgende «Another Day» deutlich mehr Glam-Glanz versprüht. Als Highlight entpuppt sich, nach mehrmaligem Anhören, «Take Me High», wo es tatsächlich wie ein Song von Def Leppards «Pyromania» klingt, allerdings mit schwächerem Gesang. Das Debüt reiht sich nahtlos in die Dying Victims Veröffentlichungen ein. Sympathische Jungs mit viel Elan, die den Spirit der Achtziger in die Zukunft tragen möchten. Das gelingt phasenweise, aber am Schluss verbleiben leider auch keine grossen Ausreisser nach oben.
Rönu