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Nightwish haben viel von ihrer hymnischen Klasse verloren, Within Temptation und Ad Infinitum gehen in eine deutlich modernere Richtung und Epica treten – zwar auf akzeptablem Niveau – irgendwie auch auf der Stelle. Irgendwie habe ich den Eindruck, der Symphonic Metal darbt irgendwie dahin. Ob ausgerechnet die bisher eher zweit-, wenn nicht drittklassigen CORONATUS daran etwas ändern können? Es wäre eine faustdicke Überraschung!
«Dreadful Waters» ist bereits das elfte Studio-Album, und für dieses Werk haben sich die Schwaben so viel Zeit genommen wie noch nie. Speziell an der Combo waren ja eigentlich immer die drei Sängerinnen, wobei Leni und Sabine die Sopran Stimmen zelebrieren, respektive Nemesis die rockige Seite vertritt. Allerdings haperte es bei vielen Vorgängern am Songwriting. Da waren phasenweise Songs dabei, welche wirklich für den runden Eimer waren. Dass Coronatus sich diesmal mehr Zeit genommen haben, hört man der Scheibe an. Sie ist homogen und stimmig.
Die Violinen-Klänge verleihen der Chose einen Schuss Folk, welchen den bombastischen Arrangements gut zu Gesicht stehen. Der Opener «The Maelstrom» versprüht zudem eine melancholisch, wunderschöne Stimmung, «To The Reef» könnte auch aus der Schmiede von Leaves Eyes stammen und das düstere «Dark Ice» gefällt ebenso. Ist «Dreadful Waters» nun also der Retter des Symphonic Metal? Nein, so weit würde ich nicht gehen, denn dafür fehlt immer noch ein ganzes Stück Genialität. Mit dem neusten Album zeigen Coronatus aber ihre bis dato reifste Leistung.
Rönu