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Da die Welt am Rande der völligen Zerstörung zu stehen scheint, braucht es gewisse Helden, die das Ganze nicht so todernst sehen. Glücklicherweise gibt es sie im hohen Norden Kanadas, die Geheimagenten des Slam: Crème Flesh!
Nach ihrer erfolgreichen Mission «Casablumpkin» (2023) kehren Matt Hilden (Gesang), Rory Kennedy (Bass), Sophokles Theodoru (Gitarre) und Allen L. (Schlagzeug) mit «For Your Ass Only» zurück. Sie haben erneut den Auftrag, zu rocken und zu brutalisieren, aber diesmal pornografische Wortspiele als tödliche Waffen einzusetzen! Im Genre des Brutal Death werden oft anstössige Songtitel oder humorvolle Soundbites verwendet, um einen musikalischen Mangel zu kaschieren, aber bei Crème Flesh wird die Hörerschaft in klinischer Präzision beleidigt, ausgelacht und in Stücke gerissen.
Beginnend mit dem knackigen Angriff von «Field Of Creams» zeigt der Vierer schnell, wie todernst die Musik hinter den übertriebenen Songtiteln tatsächlich ist. Die Riffs sind makellos, der Gesang mehr als markerschütternd, das Schlagzeugspiel meisterhaft präzise und das Tempo wechselt von einem mittelschnellen Sound hin zu knochenbrechendem Grind, der mit einer geschickten Lässigkeit gesteuert wird. Vom kriechenden Biest, «The Gapes Of Wrath», bis zum verdrehten Wahnsinn von «Jagged Little Penis» ist «For Your Ass Only» unerbittlich!
Es erreicht seinen katastrophalen Höhepunkt mit «Whores Of Perception», welches dicke, eitrige Riffs auf einen Rhythmus vermengt, der ebenso infiziert wie ansteckend ist. Nach zehn Tracks und 35 Minuten knallhartem Brutal Death Metal ist der Drops gelutscht, der typisch, teils nervige Snare-Sound hallt in den Ohren nach, doch es bleibt Crème Fleshs unbestreitbare, massive Zerstörungswut.
In diesen kreativen Wahnsinn hat sich Produzent Geoff Hodsman (Human Compost, Apegod) gewagt, der dem Sound seinen natürlichen Irrsinn verleiht. Nun ist es deine Mission, die zehn Tracks dieser darmzerreissenden, schädelspaltenden Brutalität namens «For Your Ass Only» zu überleben! Entscheide dich schnell, denn dieses Albumreview wird sich in fünf Sekunden selbst zerstören…
Oliver H.