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Kaum zu glauben, dass es die drei Jungspunde aus Dresden auf ihrem Debüt-Album schaffen, so zu klingen als wären sie vor vierzig Jahren schon aktiv gewesen. Oldschool ist also das Stichwort, welches das Trio als LEAD INJECTOR auf ihrer Fahne tragen und damit wie ein Hybrid aus Desaster, alten Sodom und Venom klingen.
Auf stumpfes Gebolze wird allerdings verzichtet, denn man versteht es stets eingängige Songstrukturen zu schreiben. «Siege Upon Heaven» geht nach einem Intro zwar sofort in die Vollen, im Mittelteil wird mit einem Mid Tempo Part der sich gewaschen hat für Abwechslung gesorgt. «Sacrifice This Bitch» und «Evil Executioner» sind pure Abrissbirnen, doch können es Lead Injector auch punkig: «Witching Attack» ist der Beweis dieser These.
Das Gegenteil ist der an die Sieben Minute Marke kratzende Schlusskracher namens «Nuclear Antichrist» mit geilen Gang Shouts. Noch sehe ich eine Band wie Desaster im Vergleich zu Lead Injector vorne, aber das soll die Leistung nicht schmälern. «Witching Attack» ist ein wirklich cooler Nackenbrecher, den alle Blackened-Speed-Thrash Maniacs unbedingt anhören sollten. Starker Einstieg!
Rönu