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Josh Middletons virtuose Abriss-Mannschaft SYLOSIS surft auch nach 25 Jahren noch immer auf einer Welle der Begeisterung und der überschwänglichen Resonanz der Fans. Ihr letztes Album «A Sign Of Things To Come» (2023) klingt stets frisch im Ohr, dabei steht schon die nächste Veröffentlichung vor der Tür. «The New Flesh» ist ein eindrucksvolles Zeugnis für zerstörerische Riffs, prägnante Melodien und raffinierte rohe Gewalt.
Die Absicht der Band ist klar: härter, heavier und rücksichtsloser als sein Vorgänger muss es sein, voller explosiver, riffgetriebener Hymnen, die für garantiertes Chaos im Pit sorgen. Die elf Songs sind ein furchteinflössendes Statement, aber keine Übung in sinnloser Gewalt, denn Middleton hat seine bisher eindrucksvollsten und anregendsten Texte geschrieben. Mit zunehmender Erfahrung haben Sylosis ihren Fokus geschärft und Middleton ist überzeugt, dass «The New Flesh» ein mutiger Sprung nach vorne für die Band bedeutet.
Obwohl es ein Werk mit einer hemmungslosen Wildheit im Kern ist, ist es auch das emotionalste Album, das der Vierer je gemacht hat. Dies zeigt sich deutlich bei «Everywhere At Once», einer herzzerreissenden Ballade mit Texten, die Josh Middletons Kampf darüber beschreiben, seine kleinen Kinder zu verlassen, um auf Tour zu gehen. Auch «The New Flesh» ist vom Entsetzen über den Zustand dieser Welt und die zunehmende Boshaftigkeit der Menschheit geprägt. Düster und destruktiv, aber dynamisch und fleissig, zeigen sich Sylosis auf ihrem neuen Longplayer «The New Flesh».
Der zielstrebige Neustart, der mit «The Sign Of Things To Come» begann, hat einen Stein ins Rollen gebracht, der nun unaufhaltsam weiterrollt. Die Tracks strotzen vor blossem Selbstvertrauen und Autorität. Von dem gnadenlosen Groove und der halsbrecherischen Bösartigkeit des Openers «Beneath The Surface» bis hin zur epischen Feuersbrunst des Album-Closers «Seeds In The River» ist «The New Flesh» eine kunstvolle und nuancierte Interpretation des puren Metal, des Jahres 2026. Sylosis ist Brutalität und Eingängigkeit in perfekter Symbiose!
Oliver H.