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YES bringen hier ihr ihr 24. Studio-Werk in der Besetzung Geoff Downes, Jon Davison, Steve Howe, Billy Sherwood und Jay Schellen unter ihre Fans. «Aurora» ist sicher das stärkste Album der Davison-Ära, die Band klingt nun zusammengewachsen, kompakt und auch Drummer Jay Schellen passt perfekt ins Band-Gefüge.
Das hört man schon beim 7-minütigen Titeltrack. Eine lockere, typisch Yes-verspielte Progressive-Nummer. Starke Harmonien, Hammond Orgel und Howes charakteristische Gitarren-Riffs prägen mehrheitlich die Tracks des neuen Rundlings. Gut zu hören bei «Turnaround Situation». Es ist immer wieder eine grosse Freude, Steve Howes Gitarren-Künsten zuzuhören, wie beim wunderbaren, dreizehn Minuten langen Epos «Countermovement». Ein klasse Progressive-Song, wie ihn nur Yes darbieten können.
Erstaunlich, dass die Proggies nach fast sechs Jahrzehnten immer noch solch grosse Epen zu schreiben vermögen. Zusätzlich mit interessanten Gesangs-Melodien und Chören. Dies ist sicher das Herzstück des Albums. «Ariadne» glänzt mit klassischen Orchester-Klängen, die wunderbar mit Davisons Stimme harmonieren und den später einsetzenden Instrumenten der Band. Grosses Kino, was die Briten hier abliefern. Abwechslung bringt das rockige «All Hands On Deck».
Letztlich ist «Aurora» ein weiteres, verspieltes, durchdachtes Yes-Album, das nicht von der Vergangenheit lebt, sondern die Briten im Progressive-Universum 2026 zeigt. Wie immer braucht es Zeit, um dieses neue Werk vollumfänglich zu entdecken. Aber das sind sich Anhänger der Briten ja gewohnt. Starkes Album mit Tiefe, sehr empfehlenswert.
Crazy Beat