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Der norwegische Alleinunterhalter Håvard Jørgensen, der schon mal bei Ulver spielte, bringt mit «Haavard» sein Debüt-Album auf den Markt. Angelehnt an «Kveidssanger» von Ulver, spielen auch Haavard ruhige nordische Folkmusik.
Sehr verträumt kommt «Printemps» daher. Das ist genau der Sound, um eine Reise ins Innere anzutreten. Voller Gefühle ist auch «Heartwood» und bahnt sich so einen direkten Weg ins Herz! Mit lieblichen Flötentönen, erwacht «Oberon» ganz sanft aus dem Tiefschlaf und kann so ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Ein wirklich kurzes Zwischenspiel ist «The Case». Still läuten die Glocken mit «Snhetta», und man wähnt sich nun fünf vor zwölf in einem Westernfilm. Wer zieht schneller bei diesem Duell?! Sehr klassisch wird es mit «Emmanuelle», und der nordische Folk muss dieses Mal draussen bleiben. Auge in Auge mit einem Stier, findet man sich hier in einer Arena wieder. Mit «Eastwood» wird hektisches Gezupfe geboten, das sich zu einem Feuerwerk entwickelt.
Sehr melancholisch dringt «Niende Mais» ans Gehör, und auch so gefällt mir der Sound von Haavard ausgezeichnet. Wie mittelalterlicher Minnesang mutet «Kveldssang II» an und überreicht einem damit eine direkte Einladung zum Träumen. «Srgemars» zeigt sich dagegen ruhiger wie besinnlich und kehrt die Traurigkeit voll heraus. Bei «Mot Soleglad» ist zum ersten Mal ein Sänger, sprich Kristoffer "Garm" Rygg, zu vernehmen und lässt nordischen Folk in Reinkultur hochleben! Während mit «Myrull» Lagerfeuermusik geboten wird, setzt «Athena» mit einer grossen Portion Traurigkeit den Schlusspunkt dieses überzeugenden Debüts. Wer auf akustisches Gitarrenspiel in Perfektion steht, sollte den selbstbetitelten Erstling von Haavard unbedingt antesten!
Roolf