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Bevor die BLACK VEIL BRIDES zu einer festen Grösse im Rock-Zirkus wurden, waren sie lediglich eine düstere Vision, die sich ein Einzelkind in Cincinnati ausgemalt hatte.
Sänger Andrew Biersack wuchs mit einer Obsession für Monster, reale und imaginäre, sowie für Batman, KISS, die Misfits und Das Phantom der Oper auf. Die bewegende Ikonografie der Religion und komplexe Gefühle gegenüber seinem katholischen Erbe beflügelten seine Erkundungen der geheimnisvollen, ursprünglichen und oft zerstörerischen Faszination des Glaubens. Entschlossen, ein Leben voller Sinn durch Ausdruck zu führen, und überzeugt von der Kraft der Ausgestossenen, machte Biersack seine Ängste und Faszinationen zu seiner Waffe, was schliesslich in der Gründung und dem Aufstieg von Black Veil Brides gipfelte.
Die neue Platte «Vindicate» ist die siebte in ihrer Bandgeschichte und vereint eine Mischung aus Erhabenheit und Intimität, die den Kern des melodischen, metallischen Sounds der Band ausmacht. Jeder der vierzehn Songs beschäftigt sich mit Glauben und unterschiedlichen Ausdrucksformen der Rache, zieht eine klare Linie durch die Geschichte von Black Veil Brides und destilliert die emotionalen Instinkte.
Neben Biersack bilden noch Jeremy "Jinxx" Ferguson (g), Jacob "Jake" Pitts (g), Christian "CC" Coma (d) und Lonny Eagleton (b) das Gefolge von Black Veil Brides. «Vindicate» ist das erste BVB-Werk, das von Pitts und Biersack selber produziert wurde, um einfach das Beste aus dem Sound herauszuholen. Die fertige Scheibe wurde schliesslich von Zakk Cervini (Bring Me The Horizon, Evanescence, Bad Omens) abgemischt.
Das hier vorliegende Werk läutet die bisher intensivste, kreativste, aufregendste und kompromissloseste Ära von Black Veil Brides ein, während die Band weiterhin den Erwartungen und Vorurteilen von Gelegenheitshörern trotzt. «Vindicate» saugt diese Energie regelrecht auf, und speit sie als theatralisches, aggressives, manchmal übertriebenes und unter all dem Chaos überraschend fokussiertes Werk wieder aus.
Die Tracks schaffen einen Ausgleich zwischen der bandtypischen Gothic-Atmosphäre und einigen der härtesten instrumentalen Momente der Platte und verschmelzen ihre ikonischsten Aspekte, gekonnt zu einem Ganzen. Was beim Anhören ziemlich schnell auffällt, die Band klingt ausgewogener, wirkt entspannter als noch bei früheren Alben.
Ältere Werke fühlen sich teilweise so an, als müsste sich die Band in jeder Sekunde beweisen. «Vindicate» klingt stattdessen nach einer Band, die noch stärker auf das setzt, was sie einzigartig macht. Black Veil Brides bleiben dramatisch, laut, kompromisslos und überraschend emotional. Wichtige Punkte, die ihnen den Platz unter ihresgleichen sichert.
Oliver H.