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Die Hardcore-Schwergewichte aus den USA melden sich nach elf Jahren Studiopause mit einem aggressiven Paukenschlag zurück. Auf ihrem Label-Debüt «Stone Cold Anger» zeigen sich die New Yorker PRO-PAIN von ihrer explosiven Seite: entsprechend des Titels ist die Scheibe wütend, wiegt schwer und hat nichts von ihrer Ur-Kraft eingebüsst!
Das langerwartete Werk, das zeitgleich die Rückkehr von Gitarrist Eric Klinger darstellt, eröffnet mit dem knallharten «Oceans Of Blood», einem energetischen Track, der die Frustration der Menschen weltweit über die grassierende Korruption und Kriminalität ihrer Regierungen anprangert. Bereits der Opener ist ein beeindruckendes Statement dafür, dass der Vierer auch nach über 35 Jahren nichts von seiner Wut und Energie verloren hat. Auch die restlichen neun Tracks preschen mit sägenden Gitarren voran, während immer wieder frische Melodien, wie Sirenen, um den gebieterischen Gesang von Frontmann Gary Meskil kreisen.
Mit zweifellos passendem Namen erhebt sich «March Of The Giants» als ebensolcher, ein Kraftpaket sondergleichen, untermauert von einem schweren Groove-Fundament. «Uncle Sam Wants You!» besticht als Frischzellenkur im Rock'n'Roll Gewand, basslastig mit gezielter Gesellschafts-Kritik. Den rohen und ehrlichen Vibe erhalten sich Pro-Pain durch «Demonic Intervention» und «Rinse & Repeat». Meskils kehlige Vocals füllen die Melodien von «Hell Or High Water» ganz besonders aus, bevor das Quartett mit dem hymnischen «Scorched Earth» einen weiteren Riesenschritt nach vorne macht. Um es mit ihren Worten zu sagen: "And so it begins...!"
Definitiv fühlt sich «Stone Cold Anger» nach einem Neuanfang an, denn die aussergewöhnlich eingängige Scheibe untermauert den musikalischen Fortschritt von Gary Meskil (v/b), Jonas Sanders (d), Greg Discenza (g) und Eric Klinger (g). Die zehn Songs sind packend melodisch sowie aufhetzend zornig, und damit würdige Nachfolger des 3,5 Millionen mal gestreamten Hits «Voice Of Rebellion». Der zweitletzte Track «Jonestown Punch» überzeugt mit flotten Two-Steps, bevor «Sky’s The Limit» als Rausschmeisser fungiert und den Longplayer mit Sing-Along-Passagen zu einem runden Schluss führt.
Einziger Kritikpunkt nach elf Jahren Abstinenz: «Stone Cold Anger» ist mit zehn Songs und circa 33 Minuten Gesamt-Spielzeit kurz genug ausgefallen. So ein fesselnd denkwürdiger Comeback-Meilenstein der New Yorker Szene Pioniere hätte durchaus noch ein paar Kracher mehr enthalten können. Ansonsten liefern Pro-Pain eine mühelos beeindruckende Macht-Demonstration in Sachen moderner Hardcore!
Oliver H.