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Progressive Death Metal sieht sich einem neuen Namen gegenüber – ORDH. Ihr Debüt-Album «Blind In Abyssal Realms» macht sich definitiv daran, neu zu definieren, was der Begriff Progressive Death Metal wirklich bedeutet.
Bevor Ordh jedoch gegründet wurden, existierte bereits die Band Barishi. Als ihr Bassist den Abflug machte, beschloss Gitarrist und Sänger Graham Brooks, dass die Zeit gekommen war, sich endlich seinem Lieblings-Genre zu widmen. Mit Schlagzeuger Dylan Blake und Josh Smith (Kiefcatcher) am Bass, verbrachte das Trio einige anstrengende Jahre damit, an ihrem Debüt zu arbeiten. Als es an der Zeit war, einen Sänger für das Projekt zu finden, wurde Jonathan Hébert rechtzeitig hinzugezogen, um direkt in den Aufnahme- und Songwriting-Prozess einzusteigen. «Blind In Abyssal Realms» lässt sich musikalisch kaum eindeutig kategorisieren.
Das Album ist fest im Death Metal verankert, und Héberts tiefe Growls sowie Brooks' wilder Gitarren-Sound sorgen dafür, dass es auch so bleibt. Auch wenn Brooks gerne Oldschool-Sachen wie Entombed, Timeghoul oder Morbus Chron als seine Haupt-Einflüsse nennt, merkt man der Trackliste dennoch an, dass diese Platte nicht für klassischen "Blut und Eingeweide” lastigen Death Metal steht. Auch die fünf Songs, die zwischen sechs und zwölf Minuten lang sind und überraschend melodische Tendenzen aufweisen, verdienen das selbsternannte Etikett Progressive Death Metal.
Was die lang strukturierten Songs angeht, sind diese eine Hommage an die epischen Kompositionen von Iron Maiden, und um ihren organischen Sound beizubehalten, wurde der Grossteil des Albums im eigenen Studio aufgenommen, bevor alles während des Mixing-Prozesses von Andrew Oswald (Perishing, Mortiferum) verfeinert wurde. Das Endergebnis kann sich hören lassen: düster, bedrohlich und doch stellenweise wunderschön. «Blind In Abyssal Realms» packt die Zuhörerschaft vom ersten Akkord von «Apis Bull» an und lässt sie bis zum letzten Ton von «Hierothesion» nicht mehr los. Ordh lassen einem im Zustand der Benommenheit und des Staunens zurück, während die Augen in eine kosmische Leere blicken.
Oliver H.