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Only Human sind noch frisch in der Szene, dennoch steht die dänische Band mit ihrem Debütalbum bereits vor dem grossen Durchbruch. «Planned Obsolescence» umfasst acht Songs und «Drift» ist der erste.
Mutig mit einem Track zu beginnen, der langsam und düster beginnt, bevor er sich ein erstes Mal mit voller Spannung entlädt. Er baut sich analog einer brennenden Zündschnur auf, die schliesslich beim Sprengsatz angekommen, detoniert. «The Sun And The Moon» klingt nach Klavierklängen, die sich mit den wilden Gitarren vermischen. Der Gesang trieft gänzlich vor Emotionen, und steigert sich bis hin zum Refrain. Etwas mehr Elektronik gibt es bei «Steep Descent» zu hören, die gut mit den schweren Riffs der Gitarren harmoniert. Nach diesen ersten Songs wird deutlich, dass die Tracks grundsätzlich nach demselben Prinzip aufgebaut sind: Melodie, Aggression, Hooks.
Ehrlich gesagt, ändert sich dies auch beim kommenden «Death Cult», «Techno Fascist» und «Automata» nicht, was die Songs, zumindest für meinen Geschmack, ziemlich eintönig macht. «Aspire» bringt klare Töne in einem noch viel sanfteren Stück aufs Parkett und scheint wie die letzte Ruhe vor dem entscheidenden Sturm. Der Rausschmeisser «Breach» startet etwas energischer, zieht es allerdings nicht bis zum Schluss durch. Die Spannung vermag sich, während der acht Songs, nicht zu halten. Inhaltlich warnt die Truppe vor dem bevorstehenden Zusammenbruch der Gesellschaft und versucht gleichzeitig, das Genre in eine wahrhaft zukunftsweisende Richtung zu treiben.
Ob es bereits mit «Planned Obsolescence» gelingt, stelle ich fragend in den Raum. An ihrer Fusion aus Prog, Djent, Hard Rock und elektronischen Klanglandschaften ist zwar nichts falsch oder veraltet, aber es fehlt schlicht der Drive, damit die Platte wirklich abhebt. Für meinen Geschmack kleben die Songs zu sehr an einem Muster fest. Der Fünfer hat gewiss einiges drauf, reizt aber die Soundpalette nicht wirklich aus. Wer dennoch auf starke Emotionen, in Kombination mit dunklen Riffs steht, dürfte bei der vorliegenden Scheibe durchaus Freude empfinden.
Oliver H.