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Mit dem vierzehnten Studio-Album rocken die helvetischen Grössen GOTTHARD mit einer Frische auf, wie man sie schon lange nicht mehr gehört hat. Insbesondere Nic Maeder erstrahlt mit einer Locker- und Zufriedenheit, die man bisher nur von den letzten Gigs gesehen hat. Seine freundliche und sympathische Art springt den Zuhörer direkt aus den Boxen an, wenn man sich «Stereo Crush» anhört.
Ja, Gotthard sind Gotthard geblieben, wie man sie von den letzten Alben her kennt, vielleicht eine Spur rockiger und direkter als auch schon, aber auch etwas "moderner" bei gewissen Parts. Dabei kommt die Talk-Box von Leo Leoni wieder zum Einsatz («Rusty Rose») und The Beatles kriegen mit «Drive My Car» einmal mehr einen Platz auf einer Gotthard Scheibe. «Liverpool», eine Nummer, welche die Jungs zusammen mit ihrem alten Band-Mentor Chris von Rohr schrieben, versprüht wieder dieses stadiontaugliche Flair, bei dem die Melodie mehr im Zentrum steht als die rauchende Gitarre.
Mit Streichern geht «Dig A Litte Deeper» ins Rennen und klopft bei Led Zeppelin an die Schlafzimmertüre, um mit Mundharmonika und «This Are The Days» das Album zu beenden. Gotthard werden die aktuellen Fans zu Freudentränen rühren, während die alte Rocker-Fraktion dem nach wie vor CoreLeoni vorziehen wird. Trotz allem ist «Stereo Crush» ein durchaus ansprechendes Album geworden, das sich alle Rock-Fans anhören sollten.
Tinu