
Swiss Hard Rock and Heavy Metal Magazine since 1999
You can reach us via email or phone.
+41 (0) 79 638-1021
Metal Factory since 1999
Glaubt man der Presse, so steht unsere Vernichtung unmittelbar bevor. Entweder liefern AS THE WORLD DIES nun den passenden Soundtrack dazu oder sie wenden die Zerstörung mit ihrem triumphalen zweiten Album «Nebula» nochmals ab.
Der Fünfer hat die musikalischen Grenzen erweitert und ein Album geschaffen, das sowohl brutal ist, als auch nachdenklich stimmt. Es ist härter, düsterer und tiefgründiger als alles, was die Band bisher produziert hat, eine kolossale Lektion in vernichtendem Death Metal und kosmischer Mystik. Urgestein Scott Fairfax (Leadgitarre/Keyboard) weiss genau wie das geht. Drei Jahre nach dem markerschütternden und stargespickten Debüt «Agonist» schiessen As The World Dies ein kosmisches Death Metal Requiem von kolossalem Ausmass ins All. Wenn ein Typ wie Fairfax die Fäden zieht, dann weiss der Kenner, dass man etwas Besonderes erwarten darf.
Neben seinen Aufgaben als Gitarrist und Songwriter bei den mächtigen Memoriam spielte er auch bei Massacre und begleitete Benediction bei ihren Live-Auftritten. Er ist ein echter, britischer Death Metal Lunatic. Auf «Nebula» finden sich zehn Songs, die mit Elementen aufgepeppt sind, die Fairfax wirklich mag, heisst Synthesizer aus den Achtzigern und eine Art industrielle Atmosphäre. Die Platte enthält alle Merkmale des Genres, neigt aber dennoch zu einer symphonischen, regelrecht progressiven Seite. Nicht weiter erstaunlich, da Scott Genesis und Devin Townsend zu seinen absoluten Favoriten zählt.
Was ist also zu tun, wenn sich ein Klumpen Weltraum-Gestein unerbittlich auf uns zubewegt? «Nebula» laut aufdrehen und die morbiden Geschichten geniessen! Die Tracks, die von Fairfax in seinem Heimstudio "Riff Central" zum Leben erweckt und aufgenommen wurden, bewegen sich meist im Midtempo-Bereich und rasten selten in unkontrollierte Blastbeat-Attacken aus, im Gegenteil! Teilweise wird der Sound eher noch in doomige Gefilde geführt, ohne an Härte und Düsternis einzubüssen. Wütende, eindringliche und traurige Lieder sind das Fazit von «Nebula». Ein Album, so kompromisslos und bedrohlich, so unerbittlich wie ein Asteroid, der auf die Erde zurast. Geniesst die Platte, solange Ihr könnt.
Oliver H.